Es war schon kurz vor der Geisterstunde, als Harry Kane doch noch um die Ecke bog, um von seinem großen Spiel zu erzählen. Er hätte garantiert schon viel früher da sein können. Aber weder hatte Kane diesmal ungewöhnlich lang geduscht oder sich aufwendig frisiert, noch war er mal wieder mit dem Spielball durch die Umkleidekabine getourt, um auf diesem von seinen Mitspielern Unterschriften zu sammeln, nachdem er drei Tore geschossen hatte. „Sorry guys“, grüßte Kane freundlich in die Runde, „ich hab’ noch die Penaltys geschaut.“
Harry KaneDer Mann ohne Titel zieht die Bayern Richtung Titel
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Er grätscht, er ist überall, er schießt Tore und sucht nun auch die Rauferei: Der FC Bayern erlebt gerade die wahrscheinlich beste Version von Harry Kane. Selten hat sich eine 100-Millionen-Euro-Investition im Fußball so gelohnt.
Von Philipp Schneider, Leverkusen
