Diese kleine Geschichte über den am Mittwochabend so großen Fußballer Lennart Karl sollte, nein, muss mit Konrad Laimer beginnen. Denn wer verstehen will, wie es dazu kommen konnte, dass ein Spieler im Alter von 17 Jahren und 242 Tagen zum jüngsten Torschützen des FC Bayern in der Champions League aufstieg, der muss begreifen, welch magischer Sog derzeit von seinem Trainer ausgeht. Vincent Kompany reißt alle mit, die Spieler stellen keine Fragen. Sie lauschen und folgen ihm wie die Schüler ihrem Lehrer John Keating im Film „Club der toten Dichter“, an dessen Ende sie geschlossen auf die Tische klettern und „Oh Captain, mein Captain!“ rufen. Und was hatte, wie sich später herausstellte, der Captain Kompany seinem Jünger Karl vor dem Anpfiff eingesungen? Du wirst heute ausblenden, dass du erstmals in der Startelf einer Partie im europäischen Flutlicht stehst. Und du wirst ein Tor schießen. „Sie haben es mir gesagt, und ich habe es durchgezogen“, sagte Karl, als es vollbracht war.
FC Bayern in der Champions LeagueWas Kompany anfasst, verwandelt sich in taktisches Gold
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Der Trainer des FC Bayern stellt die Außenverteidiger seitenverkehrt auf, diktiert dem 17-jährigen Lennart Karl, dass er ein Tor schießen wird – und alles fügt sich, sogar der kleine Kader.
