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3:0 gegen Roter Stern Belgrad:Manuel Neuer zeigt einen Kung-Fu-Kick

Gerade in der ersten Halbzeit dominierte der FC Bayern die Partie, wie so oft in den vergangenen Monaten. Doch gegen Belgrad war es keine hohle Dominanz, sondern eine, die die Mannschaft auch durch etwas herbeigeführt hat, was ihr zuletzt gefehlt hat: durch Spielwitz. Sie vertraute nicht allein einem strengen Spiel über die Außenbahnen, immer wieder passte sie den Ball durch die Mitte, durch jene Zone, die der FC Bayern im Offensivspiel unter Kovac bislang nicht oft besetzt hatte. Belgrad kam diesen variantenreichen Bayern erst mal nicht hinterher. Die Gäste konzentrierten sich darauf, den Strafraum zu verriegeln, teilweise stellten sie sich zu neunt vors eigene Tor, nur Marko Marin, der frühere deutsche Nationalspieler, wartete vorne. Es half nichts. Zur Halbzeit hatte der FC Bayern 16 Torschüsse herauskombiniert.

Kovac bilanzierte: "Die Mannschaft ist sehr konzentriert zu Werke gegangen.

Wir haben drei Tore geschossen, das ist standesgemäß." Der Offensivspieler, über den am Mittwoch in der ersten Halbzeit fast alles lief, war Coutinho. Der Zugang also, der jene Kreativität liefern soll, die in der vergangenen Saison so selten war, auch gegen Liverpool. Der Brasilianer deutete seinen Gestaltungsanspruch bereits nach 90 Sekunden an, als er ein erstes Mal auf das gegnerische Tor schoss. Coutinho verteilte die Bälle nahe am Strafraum, er suchte den Abschluss, er verwirrte Belgrads Abwehr mit Finten - mit seinem Ideenreichtum gelingt es den Bayern wieder, auch auf engem Raum Lösungen zu finden. Einmal traf Coutinho sogar ins Tor, mit einem Hackentrick, doch er stand im Abseits.

Ihre Überlegenheit wussten die Bayern lange jedoch nicht zu nutzen, das eine oder andere Mal hatten sie auch Glück, dass Belgrad die wenigen Kontergelegenheiten nur zögerlich annahm. Einer dieser Gäste-Angriffe führte dann zum 1:0 der Münchner.

Manuel Neuer war aus seinem Strafraum herausgeeilt, mit einem Kung-Fu-Kick trat er den Ball weg. Kontermöglichkeit für die Gastgeber, und die nahmen diese engagiert an. Wenige Ballkontakte, eine Flanke von Perisic, ein Kopfball von Kingsley Coman, das erste Tor (34.).

In der zweiten Halbzeit war der Ballbesitz der Münchner meist ein hohler, ohne Ideen. Perisic traf einmal die Latte (65.), doch schwungvoller war Belgrad, angetrieben durch Marin. Dann aber spitzelte Lewandowski den Ball ins Tor. Und in der Nachspielzeit traf noch der eingewechselte Müller. Kovac beobachtete es im Stehen.

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