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BVB in der Champions League:Intern macht der Name Daniel Farke die Runde

Zorc kritisierte in den Kabinengängen: "Mit Worten ist es nicht mehr getan, es müssen auch mal Taten und Ergebnisse folgen." Das ließe sich zwar als maliziöser Seitenhieb gegen den Trainer interpretieren, aber es war wohl eher als ein Statement zur eigenen Machtlosigkeit gemeint. Selbst wenn Dortmund den als Fachmann weiterhin geschätzten Favre am liebsten feuern wollte, was offiziell hartnäckig bestritten wird: Auch Tage nach der erschütternden Aufführung beim 3:3 gegen Paderborn ist kein echter Nachfolge-Kandidat in Sicht.

Auch wenn intern der Name von Daniel Farke, bis vor etwa zwei Jahren Trainer der zweiten Mannschaft des BVB, die Runde macht: Der Ex-Dortmunder ist mit Norwich City inzwischen in die Premier League aufgestiegen. Er ist dort unter Vertrag, auch wenn der Tabellenstand von Norwich - Rang 18 - derzeit wenig erfreulich ist. Wäre Farke aber frei, er wäre ein Kandidat. Dortmund mag Rückhol-Aktionen.

Vorerst aber muss Favre selbst sehen, wie er die Lage entspannt. "Ich bin zuversichtlich, ich habe Vertrauen", sagte er nach dem Spiel. Bisher hatten seine Chefs, Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Manager Zorc, stets beschwichtigt, dass "noch alle Saisonziele erreichbar" seien, trotz der Krise. Das ändert sich mit der Niederlage in Barcelona gerade, weil zugleich Inter Mailand auswärts bei Slavia Prag (3:1) gewann. Dortmund ist am letzten Spieltag also auf die Schützenhilfe des bereits feststehenden Gruppensiegers Barcelona angewiesen. Verliert Barça mit einer Rotations-Mannschaft am letzten Spieltag in Mailand, würde dem BVB nicht einmal ein Heimsieg im letzten Spiel gegen Prag zum Weiterkommen reichen. Eine Spätfolge des völlig vermasselten 0:2 des BVB beim Hinspiel in Mailand. Die beinahe demütigende Niederlage wurde damals ebenfalls Favres Defensiv-Taktik angekreidet.

Am Samstag geht es in der Bundesliga in Berlin nun erst einmal darum, das andere Saisonziel, die Meisterschaft, nicht früh aus den Augen zu verlieren. Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl kommentierte den Trainerwechsel zu Jürgen Klinsmann bei den Berlinern lakonisch: "Wir müssen uns darauf einstellen, dass Berlin ein anderes Gesicht zeigen wird." Zorc fordert trotzdem in Berlin die "Trendwende".

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