Es kommt nicht oft vor, dass die Anhänger von Atlético Madrid auch lange nach Spielschluss noch zu Tausenden auf den Tribünen ausharren, Lieder singen, feiern und die Rückkehr einer triumphalen Mannschaft auf den Rasen des Estadio Metropolitano fordern. Am Dienstagabend, nach dem Viertelfinalrückspiel der Champions League gegen den FC Barcelona, war dem aber so, und die Spieler Atléticos taten, wie ihnen vom Souverän geheißen: Noch lange nicht geduscht, in Badelatschen, kehrten sie glücklich zurück. Die Schlacht hatten sie zwar mit 1:2 verloren, den Krieg aber gewonnen, wegen des 2:0-Hinspielsiegs aus dem Camp Nou in der Vorwoche. Zum siebten Mal in seiner Vereinsgeschichte steht Atlético im Halbfinale des größten Wettbewerbs des europäischen Fußballs. „Weißt du eigentlich, wie schön das ist, in den Semis der Champions zu stehen?“, fragte später Trainer Diego Simeone, als er im Pressesaal saß. „Fuaaaaaaa!!!“, antwortete er selbst. Und lachte.
FC BarcelonaDas aufregende, aber windschiefe Gebilde von Hansi Flick
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Barça scheidet trotz spektakulärer Offensive im Viertelfinale der Champions League aus – weil die Defensive ihren Namen kaum verdient. Das ist auch das Werk des ehemaligen Bundestrainers.
Von Javier Cáceres, Madrid
