Die Spielstätte des FC Arsenal trägt seit den Zeiten des legendären Highbury-Stadions einen wenig schmeichelhaften Beinamen: „The Library“. So tauften gegnerische Fans hämisch die Arena im Norden Londons, weil die Atmosphäre bei Heimspielen der Gunners sie bisweilen an die Stille in einer Bibliothek erinnert. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens sind Tickets für Arsenal seit Jahren die teuersten in der Premier League, die günstigste Dauerkarte im Emirates Stadium für die kommende Saison kostet mehr als 1100 Euro – solche Preise können sich eher wohlhabende Besucher leisten als leidenschaftliche Fans. Zweitens hat sich seit dem ästhetischen One-Touch-Fußball unter Trainerlegende Arsène Wenger ein hoher Anspruch an die Spielweise der Mannschaft herausgebildet. Erfolge allein lösen nicht zwangsläufig Begeisterung aus – es muss auch „Scoring, Scoring Arsenal“ sein.
Arsenal in der Champions LeagueGefühlsexplosionen im Lesesaal
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Nie war das Stadion der Gunners so laut: Arsenals Finaleinzug gegen Atlético führt in London zu riesiger Begeisterung. Das Team hat Qualitäten entwickelt, an denen auch Per Mertesacker seinen Anteil hat.
Von Sven Haist, London
