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Achtelfinale der Champions League:Bayern trifft auf Lazio, Leipzig auf Klopp

Die Achtelfinal-Partien der Champions League sind ausgelost: Der FC Bayern erwischt einen vermeintlich einfachen Gegner, der BVB reist nach Sevilla. Gladbach muss gegen Man City ran, Leipzig gegen Liverpool.

Titelverteidiger FC Bayern München trifft im Achtelfinale der Champions League auf Lazio Rom. Borussia Dortmund muss mit dem neuen Cheftrainer Edin Terzic gegen Europa-League-Sieger FC Sevilla antreten, wie die Auslosung am Montag am Sitz der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Nyon ergab. RB Leipzig bekommt es in der ersten K.o.-Runde mit dem englischen Meister FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp zu tun. Auch Borussia Mönchengladbach erwischte in Manchester City einen Gegner aus der Premier League.

"Wir haben sehr gute Erfahrungen bisher in der Champions League gemacht. Wir werden uns auf diese Spiele sehr gut vorbereiten und freuen uns auf die Spiele", sagte Hasan Salihamidzic. Lazio mit Stürmerstar Ciro Immobile bezeichnete Bayerns Sportvorstand als "unangenehmen Gegner". Das habe man in der Gruppe gegen Dortmund gesehen. Lazio belegte da Platz zwei hinter der Borussia. "Es ist immer unangenehm gegen die italienische Mannschaften", bemerkte Salihamidzic. Es sei aber auch stets schön, nach Rom zu reisen.

"Das sind insgesamt Brocken, die die deutschen Mannschaften bekommen haben", meinte Bayerns Sportvorstand. Wie zuletzt 2014 stehen alle vier deutschen Starter im Achtelfinale von Europas Fußball-Königsklasse. "Man kann sagen, dass wir in Deutschland und der Bundesliga enorm an Qualität dazu gewonnen haben", hatte Bayern-Trainer Hansi Flick zur starken Bilanz geäußert.

FC Barcelona muss es mit Paris Saint-Germain aufnehmen

Die Hinspiele finden am 15./16. und 23./24. Februar statt, die Rückspiele am 9./10. und 16./17. März. Die Münchner haben wie der BVB im entscheidenden Rückspiel Heimrecht. Die Gladbacher und Leipziger spielen zuerst zu Hause. Die weiteren Paarungen heißen FC Barcelona gegen Paris Saint-Germain, Atlético Madrid gegen FC Chelsea, FC Porto gegen Juventus Turin und Atalanta Bergamo gegen Real Madrid.

Die Bayern, die im Sommer beim Finalturnier in Lissabon im Endspiel gegen PSG triumphiert hatten, gehören auch im neuen Jahr wieder zum engsten Favoritenkreis. Mit 16 Punkten und 18:5 Toren sicherten sich die seit 17 Spielen in der europäischen Elite unbesiegten Münchner als bestes Vorrundenteam das Ticket fürs Achtelfinale. Für die Dortmunder indes steht nach dem jüngsten sportlichen Abwärtstrend und der Trennung von Trainer Lucien Favre zunächst eine Trendumkehr in der Bundesliga im Vordergrund. Für Vorfreude auf die K.o.-Runde in der Champions League ist derzeit nur wenig Platz.

Während die Leipziger nach dem Halbfinal-Einzug in der Vorsaison auch diesmal wieder die Gruppenphase erfolgreich meisterten, sind die Gladbacher erstmals seit 43 Jahren wieder unter den besten 16 Teams im wichtigsten Europacup-Wettbewerb dabei.

Auch Europa League ausgelost

Bundesliga-Tabellenführer Bayer Leverkusen trifft in der Zwischenrunde der Europa League auf den Schweizer Fußball-Meister Young Boys Bern. Die TSG 1899 Hoffenheim bekommt es mit dem norwegischen Titelträger Molde FK zu tun, auch das wurde in Nyon gelost.

Beide Bundesligisten hatten als Gruppensieger das Weiterkommen geschafft, die Leverkusener dabei sogar als das Team mit den meisten Toren in der Vorrunde. Die Hoffenheimer sind zum ersten Mal in der K.o.-Runde dabei.

Die Hinspiele werden am 18. Februar ausgetragen, eine Woche später sind die Rückspiele angesetzt. Leverkusen und Hoffenheim müssen zunächst auswärts antreten. Das Endspiel ist für den 26. Mai in Danzig geplant.

© SZ.de/dpa/sid/sonn
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