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Champions League:36 Teams, 100 Spiele mehr

Trotz der Super-League-Drohung beschließt die Uefa eine Reform der Champions League: Die Königsklasse wird von 2024/25 an erheblich anders aussehen als heute.

Bundesliga - Borussia Dortmund v Werder Bremen

Nach der Reform der Champions League gibt es eine Art Wildcard für Top-Klubs, die in einer Saison - so wie aktuell Borussia Dortmund (im Bild Erling Haaland) - in der nationalen Liga straucheln.

(Foto: Leon Kuegeler/Reuters)

Europas Fußball-Union (Uefa) hat eine tiefgreifende Reform der Champions League beschlossen. Von der Saison 2024/25 an werden sich 36 statt wie bisher 32 Mannschaften für die Hauptrunde des Wettbewerbs qualifizieren. Dort wird es allerdings keine Gruppen mehr geben, sondern stattdessen das sogenannte "Schweizer Modell". Alle 36 Mannschaften bilden eine Liga, jeder Teilnehmer bestreitet in der Vorrunde zehn Partien. Die besten acht Teams qualifizieren sich direkt fürs Achtelfinale, die Vereine auf den Plätzen neun bis 24 spielen in einer Playoff-Runde die weiteren Teilnehmer aus. Möglicherweise gibt es statt des Halbfinales und des Endspiels künftig ein Final-Four-Turnier, das ist aber noch nicht final entschieden. Insgesamt gibt es so in dem Wettbewerb ungefähr 225 Spiele und damit zirka 100 mehr als aktuell. Von den vier zusätzlichen Startplätzen sollen zwei an Klubs gehen, die in der Uefa-Fünfjahreswertung gut abschneiden - dies ist gedacht als eine Art Wildcard für Top-Klubs, die in einer Saison straucheln. Selbst dieses Entgegenkommen hinderte ein Dutzend Spitzenvereine aber nicht daran, eine neue Super League zu gründen.

Für die Europa League und die neue Conference League ist das gleiche Wettbewerbsformat wie für die Königsklasse angedacht. Lediglich die Zahl der Vorrundenspiele ist geringer. In der Europa League gibt es vor der K.o.-Phase acht Partien, in der Conference League sechs. Somit wird es zwei reine Champions-League-Wochen geben. Dann sind neben den klassischen Terminen am Dienstag und Mittwoch auch donnerstags Partien der Königsklasse vorgesehen.

© SZ/cca
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