Der Traditionsklub Heart of Midlothian aus Edinburgh muss im Kampf um die Meisterschaft im schottischen Fußball in einen Showdown am letzten Spieltag bei Celtic Glasgow. Die Hearts siegten im vorletzten Spiel souverän 3:0 gegen Falkirk. Doch auch Celtic gewann – durch einen strittigen Elfmeter in der neunten Minute der Nachspielzeit – in Motherwell 3:2. Nun kommt es am Samstag (13.30 Uhr) zum Meisterfinale in Glasgow: Sollte Celtic das direkte Duell mit Heart of Midlothian gewinnen, überholt der Titelverteidiger den Außenseiter doch noch; wäre es in Motherwell beim 2:2 geblieben, hätte Celtic mit drei Toren Vorsprung siegen müssen.
Der Trainer von Heart of Midlothian, Derek McInnes, sprach nach dem Last-Minute-Elfmeter zugunsten von Celtic von einer „widerlichen“ Entscheidung. Er habe das Gefühl, „dass wir gegen alle ankämpfen“, gegen Schiedsrichter, Videoassistenten, die Liga und Celtic.
Motherwells Teammanager sagte, in keiner anderen Welt wäre dies ein Elfmeter gewesen. Die Hearts um den deutschen Torwart Alexander Schwolow erinnerten daran, dass ihnen am vergangenen Samstag in Motherwell (1:1) auch ein möglicher Strafstoß zum Sieg verwehrt worden sei.
Heart of Midlothian kann Fußballgeschichte schreiben: Erstmals seit 41 Jahren käme Schottlands Meister nicht aus Glasgow, seit 1985 teilten sich Celtic und Erzrivale Rangers alle Titel. 1985 war der FC Aberdeen von Sir Alex Ferguson Meister geworden.