Internationaler Sportgerichtshof CasDas Ende der Ära einer allmächtigen Instanz

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Schöpfer einer neuen Sportgerichtsbarkeit: der ehemalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch (links) und sein Nachfolger Thomas Bach 1998 in Nagano.
Schöpfer einer neuen Sportgerichtsbarkeit: der ehemalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch (links) und sein Nachfolger Thomas Bach 1998 in Nagano. dpa

Der Internationale Sportgerichtshof Cas operiert seit Jahrzehnten als Schutzschirm der Großverbände von IOC bis Fifa. Jetzt setzen ihm ordentliche Gerichte immer mehr zu. Die Folgen sind spektakulär.

Von Johannes Aumüller und Thomas Kistner

Im Frühjahr 1983 traf das Internationale Olympische Komitee (IOC) bei seiner Session in Neu-Delhi eine richtungsweisende Entscheidung. Es beschloss auf Initiative seines Präsidenten Juan Antonio Samaranch die Schaffung einer neuen Organisation, die künftig maßgeblich für sportjuristische Fragen sein sollte. Im Jahr darauf entstand in Lausanne das „Tribunal Arbitral du Sports“, der Internationale Sportgerichtshof (Cas). Und ein Jahrzehnt später machte sich im IOC allen voran ein Samaranch-Zögling daran, diese Organisation nach Kräften um- und auszubauen: der spätere Präsident Thomas Bach.

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