FC Augsburg:Offiziell fehlt Caiuby aufgrund von "privaten Gründen"

Auch die jüngste 1:2-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf gab neben dem Ergebnis den ein oder anderen Anlass zur Beunruhigung. Unruhe versuchen sie am Bundesliga-Standort Augsburg aber immer tunlichst zu vermeiden, weshalb Manager Reuter am Samstagabend mit einem Lächeln erklärte, dass er sich zur Causa Caiuby nicht äußern werde, ehe ein Gespräch mit dem Spieler stattgefunden habe. Caiuby sei momentan "kein Thema", sagte Reuter dann noch, was möglicherweise eine vereinsinterne Empfehlung bei Fragen zum Brasilianer ist, denn auch die Augsburger Spieler und Trainer Manuel Baum hatten zuvor schon auf ähnliche Art und Weise geantwortet.

Wann genau mit Reuters Stellungnahme zu rechnen ist, lässt sich indes noch nicht prognostizieren, weil sich auch die Rückkehr von Caiuby noch nicht vorhersehen lässt. Laut seinem Berater, der dem Fernsehsender Sport 1 ein Interview gab, hätte Caiuby nämlich eigentlich schon am vorigen Freitag in Augsburg eintreffen sollen, das Warten war aber seither vergebens. Offiziell fehlt er aufgrund von "privaten Gründen", von Seiten des Vereins sind diese aber bislang nicht präzisiert worden.

Caiubys Schwester erzählte der Augsburger Allgemeinen, dass es sich dabei um ausstehende Unterhaltszahlungen und Sorgerechtsfragen handeln soll. Caiubys fünfjähriger Sohn lebt in Brasilien, mit ihm verbrachte er auch in der Nähe von São Paulo die Weihnachtstage. Seit Montag sind jedoch leise Zweifel an dieser Begründung angebracht, denn da tauchte auf Instagram ein Foto auf, das Caiuby offenbar dabei zeigt, wie er in der Heimat ziemlich ausgelassen Party macht.

Unter diesen Umständen bleibt es also abzuwarten, ob Caiuby in dieser Saison noch einmal für den FC Augsburg aufläuft. Die seit geraumer Zeit an offensiver Harmlosigkeit krankende Mannschaft könnte den Angreifer im Abstiegskampf jedenfalls gut gebrauchen. Und die versteinerten Mienen der FCA-Spieler nach der Niederlage gegen Düsseldorf lassen ebenfalls vermuten: Auch die gute Laune von Kai-Uwe täte ihnen gut.

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