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BVB-Sieg gegen Wolfsburg:Die Fans helfen gehörig mit

Dass sie den Gipfel in München aus einer solch komfortablen Position in Angriff nehmen können, ist tatsächlich keine Selbstverständlichkeit. Bis auf die fulminante Schlusssequenz wirkten die Dortmunder nicht wie ein eingeschworener Haufen, der sich dem Ziel deutsche Meisterschaft mit allem verschrieben hat. Völlig zurecht sprach Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia zerknirscht von einer "extrem bitteren Niederlage. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Dortmund gegen uns irgendwelche Mittel findet". Da gab ihm Manuel Akanji Recht, der konstatierte, "ein Unentschieden wäre auch in Ordnung gewesen".

Dass die Fans auf der Südtribüne bis zum Schluss an den Sieg glaubten, muss einer bewundernswerten Portion Zweckoptimismus geschuldet sein. Sie - aber auch die Besucher auf den übrigen Tribünenseiten - verdienten sich eine Tapferkeitsmedaille, da sie das leblose Treiben stets ohne Murren unterstützten.

Lucien Favre und seine Mitstreiter werden das wenig dominante Auftreten sehr genau registriert haben, auch wenn alle im Dortmunder Lager die vielen Unpässlichkeiten während der normalen Spielzeit galant zur Seite schieben wollten. Der Trainer aus der Schweiz hat bei seiner Belegschaft auf der Zielgeraden der Saison ein Kopfproblem diagnostiziert. "Wir waren ein wenig blockiert", gab der 61-Jährige zu Protokoll, der immerhin erfreut zur Kenntnis nehmen durfte, dass seine Mannschaft mal wieder zu null gespielt hatte: "Das haben wir gut gemacht, auch wenn es kein Topspiel war."

So viel dann doch an positiven Erkenntnissen vor dem ewig jungen Duell, in dem die Dortmunder nun die Chance haben, im Titelrennen bis auf fünf Punkte davonzuziehen. "Dass wir da als Erster hinfahren, sollte uns das nötige Selbstvertrauen geben." Und der ehemalige Bayern-Akteur Götze ergänzte: "Wir haben jetzt noch sieben wichtige Spiele, das wichtigste ist am nächsten Samstag. Das wird sehr, sehr geil."

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