BVB-Sieg gegen Hannover:Fünf Minuten Dominanz

Borussia Dortmund v Hannover 96 - Bundesliga

Schmerzhaftes Ende für Hannover: Henrikh Mkhitaryan (vorne) gewinnt mit dem BVB.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Borussia Dortmund gewinnt das Bundesliga-Spiel gegen Hannover 96 durch ein frühes Elfmeter-Tor von Marco Reus mit 1:0. Während Hannover in der laufenden Saison weiter ohne Auswärtspunkt bleibt, dürfte die dargebotene Leistung auch die Dortmunder kaum beruhigen.

Von Johannes Mitterer

So richtig sorglos waren sie bei Borussia Dortmund vor dem Bundesliga-Duell mit Hannover 96 nicht: Gestandene Offensivkräfte wie Marco Reus oder Robert Lewandowski hatten zuletzt eine gewisse Torungefährlichkeit offenbart. Zudem fehlte neben zahlreichen Langzeit-Verletzten auch noch Innenverteidiger Mats Hummels wegen einer Rot-Sperre.

Trotz der anstehenden Champions-League-Herausforderung beim FC Arsenal sah sich Jürgen Klopp deshalb gezwungen, gegen Hannover die angeschlagenen Reus, Sven Bender und Nuri Sahin aufzubieten. Der BVB-Trainer war vor dem Anpfiff auch sichtlich froh, damit doch noch eine recht schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken zu können, die dann allerdings keinesfalls problemlos agierte. Beim 1:0-Sieg gegen Hannover zehrte die Klopp-Elf von lediglich fünf dominanten Anfangsminuten, in denen Reus per Foulelfmeter (3.) das Siegtor erzielte. "Das war heute richtig harte Arbeit, aber da mussten wir jetzt durch", freute sich Klopp am Ende über den Arbeitssieg seiner Elf.

Dabei ließen die schwungvollen Anfangsminuten durchaus auf eine sehenswerte Partie hoffen. Die Gastgeber präsentierten sich zunächst als die deutlich wachere Mannschaft, keine 30 Sekunden waren verstrichen, da hatten sich die Dortmunder schon munter in den gegnerischen Strafraum kombiniert. Und keine drei Minuten später sah sich 96-Verteidiger Hiroki Sakai gezwungen, den enteilten Erik Durm mit einem Griff an den Oberarm zu Fall zu bringen. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Reus problemlos zum 1:0 ins linke Eck.

Den Hannoveranern gelang auch nach dem frühen Gegentor zunächst wenig. Die Ausfälle von Didier Ya'Konan und Mame Diouf machten sich im Angriff deutlich bemerkbar, der nachgerückte Artur Sobiech brachte BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller mit seinen beiden Warnschüssen (12./17.) nicht in Schwierigkeiten. Doch auch die Dortmunder ruhten sich zusehends auf ihrem Vorsprung aus. Zwei Eckbälle von Reus verpufften ebenso wie sein Freistoß von der Strafraumgrenze (32.).

Die Dortmunder Ergebnisverwaltung sorgte kurz vor der Pause schließlich dafür, dass die Gäste auf einmal mehr Spielanteile verbuchten, ohne unbedingt den eigenen Einsatz erhöht zu haben. Umso sicherer sich die Hannoveraner Defensivabteilung präsentierte, umso wackeliger wurde die Dortmunder Viererkette. Erst ein Wutausbruch Klopps schien seine Mannschaft wieder wachzurütteln: Sahins Fernschuss zwang 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler zum Nachfassen, Robert Lewandowski kam nur wenige Momente zu spät, um den Abpraller hinter die Linie zu drücken (45.). "Wir haben zwischendurch aufgehört, Fußball zu spielen, und uns zu sehr auf das Spiel von Hannover eingelassen", kritisierte Klopp die Schwächephase seiner Spieler.

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