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BVB:Reus fällt gegen Inter Mailand aus

Borussia Dortmund v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Gegen Inter Mailand nicht dabei: BVB-Kapitän Marco Reus (r.).

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der Dortmunder Kapitän leidet unter den Nachwirkungen einer Grippe - Jadon Sancho kehrt in den Kader zurück. Schachweltmeister Magnus Carlsen sichert sich einen besonderen Rekord.

Borussia Dortmund: Der BVB muss das dritte Gruppenspiel in der Champions League bei Inter Mailand am Mittwoch ohne Marco Reus bestreiten. Der Kapitän des Fußball-Bundesligisten fehlte am Dienstag beim Abflug der Mannschaft nach Italien. Er leidet noch immer unter den Nachwirkungen einer Grippe. Trotz ähnlicher Beschwerden war er im vergangenen Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach zum Einsatz gekommen und hatte für den 1:0-Siegtreffer gesorgt. Nach Auskunft eines Vereinsprechers soll "Reus keine drei Partien in einer Woche bestreiten". Dagegen kehrt Jadon Sancho nach seiner Suspendierung in den Kader zurück. Nach seiner verspäteten Rückkehr von der englischen Nationalmannschaft war er vom BVB für das Spiel gegen Gladbach am vergangenen Samstag aus dem Kader gestrichen und mit einer hohen Geldstrafe von angeblich 100 000 Euro belegt worden.

Schach: Weltmeister Magnus Carlsen hat sich einen ganz besonderen Rekord gesichert: Der 28 Jahre alte Norweger blieb zum Abschluss des Turniers auf der Isle of Man in der 101. Partie in Serie ungeschlagen. Die bis dato letzte Niederlage kassierte Carlsen am 31. Juli 2018 beim Großmeisterturnier in Biel gegen Schachrijar Mamedjarow aus Aserbaidschan. Die 447 Tage ohne Niederlage untermauern Carlsens Nimbus als zur Zeit mit Abstand besten Schachspieler der Welt.

Der Weltmeister aus Norwegen beendete das Turnier am Montagabend mit 7,5 Punkten aus elf Partien zwar nur auf dem sechsten Platz, blieb aber auch in der 101. Partie mit klassischer Bedenkzeit ohne Niederlage. Damit brach Carlsen den Rekord des Chinesen Ding Liren, der 2018 in 100 Partien hintereinander unbesiegt blieb. "In den letzten Tagen musste ich natürlich daran denken und wollte nicht auf den letzten Metern scheitern", sagte Carlsen nach dem Turnier, das Wang Hao mit 8,0 Punkten gewann. Er qualifizierte sich dadurch neben Ding Liren als zweiter chinesischer Großmeister für das WM-Kandidatenturnier 2020, bei dem unter den acht teilnehmenden Großmeistern der Herausforderer für Weltmeister Carlsen ermittelt wird.

Radsport: Der deutsche Sprinter Pascal Ackermann aus Kandel hat die letzten Etappe der Tour of Guangxi in China gewonnen und seine glänzende Saison mit dem insgesamt 13. Tageserfolg abgeschlossen. Nach 168,3 km rund um Guilin setzte sich der Pfälzer im Sprint vor dem Kolumbianer Juan Sebastian Molano (UAE Team Emirates) durch, Ackermanns Anfahrer Rüdiger Selig (Zwenkau) kam auf Rang vier. Ackermann holte neben dem Erfolg auf dem Schlussabschnitt auch auf der dritten Etappe den Tagessieg, zudem wurde der 25-Jährige dreimal Tageszweiter. Damit siegte der Radprofi aus dem Team Bora-hansgrohe in der Punktewertung der Rundfahrt.

In dieser Saison glückten nur dem niederländischen Top-Sprinter Dylan Groenewegen (Jumbo-Visma/15) mehr Etappensiege als Ackermann, der das bisher beste Jahr seiner Karriere erlebte. Der Gesamtsieg beim letzten World-Tour-Rennen des Jahres ging nach sechs Etappen an den Spanier Enric Mas (Deceuninck-Quick Step), der Berliner Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe) wurde mit 41 Sekunden Rückstand als Klassement-13. bester Deutscher.

2. Bundesliga: Der Hamburger SV hat seine Tabellenführung in der zweiten Fußball-Bundesliga erfolgreich verteidigt, den Vorsprung auf seine Verfolger aber nicht bedeutend ausbauen können. Zum Abschluss des 10. Spieltags kam das Team von Trainer Dieter Hecking im Topspiel zu einem 1:1 (1:0) beim Überraschungsdritten Arminia Bielefeld. Nach dem Patzer des Tabellenzweiten VfB Stuttgart (0:1 gegen Holstein Kiel) liegen die Hamburger einen Zähler vor den Schwaben, Bielefeld bleibt mit zwei Punkten Rückstand Dritter.

"Wir hatten in der ersten Halbzeit viele Chancen, haben dann aber den Faden verloren. Das können wir besser. Aber einen Punkt auswärts in Bielefeld, den nehmen wir mit", sagte Lukas Hinterseer, der die Hamburger mit seinem vierten Saisontor (14.) in Führung geschossen hatte. Den Ausgleich auf der mit 26.500 Zuschauern ausverkauften Bielefelder Alm markierte Fabian Klos (50.), Pech hatte Jeremy Dudziak, der mit einem Lattenschuss (85.) beinahe für den siebten Saisonsieg der Hamburger gesorgt hätte. "Wenn wir ein bisschen konsequenter sind, gehen wir mit einem 2:0 oder 3:0 in die Pause. Dann können wir es auch besser runterspielen", kritisierte HSV-Profi Adrian Fein.

England, Arsenal: Mesut Özil ist beim FC Arsenal in der englischen Premier League nicht mal mehr Ersatz. Für das 0:1 (0:1) bei Sheffield United wurde der deutsche Fußball-Weltmeister von 2014 am Montag von Teammanager Unai Emery zum dritten Mal in Folge nicht in den Kader berufen. In der laufenden Saison hatte der Mittelfeld-Regisseur seinen einzigen Liga-Einsatz Mitte September beim FC Watford (2:2). Ohne Özil (31) verspielte Arsenal den möglichen Sprung auf den dritten Platz. Lys Mousset (30.) traf für Sheffield, das sich am 9. Spieltag auf den neunten Rang nach vorne schob.

Özil hatte sich in der vergangenen Woche mit einem langen Interview zu Wort gemeldet. Darin erneuerte er seine Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Er habe vor und während der WM 2018 trotz rassistischer Anfeindungen nach seinem Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan keine Unterstützung erfahren. Arsenal wolle er keinesfalls vor Ablauf seines Vertrages 2021 verlassen.

© SZ.de/sid/dpa/lys
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