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Champions League:BVB trifft auf Tuchel, Bayern auf Chelsea

Vor DFB-Pokal-Finale - Training Borussia Dortmund

Sehen sich im Februar wieder: Marco Reus (vorne) und Thomas Tuchel (hinten, damals noch BVB-Trainer)

(Foto: dpa)
  • Der FC Bayern München trifft im Achtelfinale der Champions League auf den FC Chelsea.
  • Der BVB muss gegen Ex-Trainer Thomas Tuchel spielen.
  • RB Leipzigs Gegner ist Tottenham.

Für Borussia Dortmund gibt es ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Thomas Tuchel, der FC Bayern trifft siebeneinhalb Jahre nach dem verlorenen "Finale dahoam" wieder auf den FC Chelsea. Die Achtelfinal-Auslosung der Champions League am Montag in Nyon hat den deutschen Clubs brisante Duelle beschert. Insbesondere das Aufeinandertreffen zwischen Dortmund und Paris Saint-Germain ist pikant, hatte Tuchel den BVB doch einst im Unfrieden verlassen. In einem weiteren deutsch-englischen Duell bekommt es RB Leipzig mit Vorjahresfinalist Tottenham Hotspur zu tun.

Die Bayern und Leipzig haben dabei im entscheidenden Rückspiel Heimrecht, der BVB beginnt als Gruppenzweiter mit einem Heimspiel. Titelverteidiger FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp spielt gegen Atlético Madrid. Spannung verspricht auch das Aufeinandertreffen zwischen Rekordsieger Real Madrid und dem englischen Fußball-Meister Manchester City.

"Klar, mit der Mannschaft, die wir haben, stellen wir uns der Aufgabe. Wir wollen absolut ins Viertelfinale kommen", sagte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic. "Ich glaube, das ist ein Gegner, der schwierig ist, aber wir wollen natürlich weiterkommen." Thomas Müller nannte sich einen "Deutschland-Fan, was die internationalen Spiele angeht. Alle drei deutschen Mannschaften haben die Qualität und das Potenzial, um weiterzukommen."

Für die deutschen Klubs geht es in den Achtelfinal-Spielen, die zwischen dem 18. Februar und dem 18. März ausgetragen werden, auch um Wiedergutmachung für die vergangene Saison. Damals waren die Bayern, der BVB und Schalke allesamt gegen englische Clubs in der ersten K.o.-Runde ausgeschieden. Nun geht es immerhin in zwei Duellen gegen Clubs von der Insel.

Die Bayern dürften Chelsea dabei in unschöner Erinnerung haben. 2012 hatte der Londoner Club den deutschen Rekordmeister im Finale in München im Elfmeterschießen besiegt. Chelsea-Kapitän war damals Frank Lampard, der heute auf der Trainerbank bei den Blues sitzt. Chelsea hat aber längst an Klasse eingebüßt, in der Premier League liegt der Club 20 Punkte hinter Liverpool auf Platz vier.

Die Bayern hatten in der Gruppenphase mit sechs Siegen in sechs Spielen, darunter zwei Erfolgen gegen Vorjahresfinalist Tottenham Hotspur, einen Rekord aufgestellt. Das große Ziel ist diesmal das Finale am 30. Mai in Istanbul. Seit dem deutschen Finale 2013 gegen den BVB hat kein Bundesligist mehr das Endspiel erreicht.

Für Dortmund gilt es auf dem Weg dorthin, den französischen Meister PSG zu besiegen. Aktuell liegt der Club mit den Stars Kylian Mbappé und Neymar wieder unangefochten an der Spitze der französischen Liga. Trainiert wird das Starensemble von Tuchel, der den BVB nach dem Cupsieg 2017 mit einigen Nebengeräuschen verlassen hatte. Der BVB hatte erst am letzten Gruppenspieltag das Weiterkommen vor Inter Mailand noch geschafft und dabei Schützenhilfe vom FC Barcelona erhalten. Für Leipzig ist das Achtelfinale Neuland, die Sachsen waren bei ihrer ersten Teilnahme vor zwei Jahren noch in der Gruppenphase gescheitert. Nun kommt es auch zum Trainerduell zwischen Julian Nagelsmann und José Mourinho.

Diesmal sind die großen Ligen unter sich. Erstmals findet das Achtelfinale der Königsklasse nur mit Beteiligung aus den Top-5-Ligen Europas statt. Spanien und England sind mit vier Vereinen vertreten, Deutschland und Italien mit drei. Frankreich stellt zwei Vereine ab.

Die Achtelfinal-Hinspiele im Überblick:

Borussia Dortmund - Paris Saint-Germain

Real Madrid - Manchester City

Atalanta Bergamo - FC Valencia

Atlético Madrid - FC Liverpool

FC Chelsea - Bayern München

Olympique Lyon - Juventus Turin

Tottenham Hotspur - RB Leipzig

SSC Neapel - FC Barcelona

© SZ.de/dpa/sonn
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