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Borussia Dortmund:Auch über Favres Beitrag wird wieder diskutiert

Auch über Favres Beitrag wird wieder diskutiert: Warum, so lautet die Frage, hat der zweiflerische Schweizer die Supertalente Haaland, 19, und Giovanni Reyna, 17, so spät ins Spiel gebracht? Warum hat er den unbändigen Haaland überhaupt erst in der 46. Minute aufs Feld geschickt und nicht für die Startelf nominiert? Erst mit den beiden Jüngsten (Reyna durfte ab der 66. Minute ran) bekam die Partie aus Dortmunder Sicht endlich Zug. Und es war kein Zufall, dass Haaland und Reyna die Anschlusstore zum 1:2 und 2:3 erzielten. Warum das BVB-Spiel ohne Haaland derart bieder aussah, das müssen sich natürlich seine Mannschaftskollegen fragen lassen.

Die Dortmunder hätten die Partie aber durchaus noch zu ihren Gunsten wenden können mit vielen flink herausgespielten Chancen - allerdings erst in den letzten 15 Minuten. Bremens Trainer Florian Kohfeldt konnte danach seinen etliche Male gut reagierenden Torwart Jiri Pavlenka loben. Weil jener in der Nachspielzeit auch noch einen Haaland-Kopfball entschärfte, konnte Kohfeldt einen kleinen Joke anbringen: Man habe die Torquote von Haaland "gesenkt", weil er gegen alle anderen Gegner ja bisher mindestens zwei Tore erzielt hatte, diesmal jedoch nur eines, unterstrich Bremens Coach gut gelaunt.

Dass in der 82. Minute der Bremer Kapitän Niklas Moisander nur Gelb statt Rot sah, werteten Hummels und einige neutrale Beobachter als falsch. Moisander habe Reyna, der einen Elfmeter herausholen wollte, zu heftig gestoßen, dieser Schubser sei eine Tätlichkeit gewesen. Womöglich wäre bei einem Platzverweis noch das 3:3 gefallen. Aber das war hypothetisch und ging am Hauptthema der mäßigen Dortmunder Gesamtleistung vorbei. Die nächsten Aufgaben des BVB lauten: Leverkusen, Frankfurt, Paris - und erneut Bremen (Liga). Danach wird man wissen, ob das Pokal-Aus ein Ausrutscher war. Oder ein Rückfall in alte Zeiten.

© SZ vom 06.02.2020/jjs/sonn
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