BVB-Aus gegen Juventus:Es gibt gar keine Chancen mehr

War früher der allzu verschwenderische Umgang mit besten Möglichkeiten als Dortmunder Manko ausgemacht worden, ist es nun wesentlich schlimmer: Es gibt gar keine Chancen mehr. Klopp hat das erkannt, es wirkte, als sehne er sich förmlich zurück nach dem Luxusproblem vergangener Tage: "Uns ist die Konsequenz abhandengekommen", sagt der Trainer: "Das müssen wir ändern. Sofort!"

Das fehlende Vermögen, die Angriffsbemühungen auf den Punkt zu bringen, ist auch Mittelfeldspieler Kevin Kampl nicht verborgen geblieben. "Bis 20 Meter vor dem Tor spielen wir es ganz ordentlich, aber dann suchen wir keinen Abschluss, der letzte Ball wird nicht kontrolliert genug gespielt." Oder, wie es Manndecker Neven Subotic formulierte: "Wir haben es runtergespielt, ohne durchzubrechen."

Borussia Dortmund, eine Mannschaft, die an ihren inspirierten Abenden mit so viel Wucht agierte, hat ihre Überzeugung verloren. Begeisterung, Leidenschaft und das nimmermüde Jagen des Balles - von dem, was den BVB einmal ausgezeichnet hat, sind nur noch Trümmer übriggeblieben.

Es war eine traurige Abschiedsvorstellung und das Ende einer Ära. Ein Umstand, über den Marco Reus eine Stunde nach dem Untergang gegen Juve "noch gar nicht richtig nachgedacht" hatte. Den Nationalspieler und seine Kollegen trieben andere Dinge um: "Wir sind alle ein bisschen geschockt über die Art und Weise, wie wir ausgeschieden sind."

Mats Hummels war in der Bewältigung der Geschehnisse schon einen Schritt weiter: "Alle, die in den letzten Jahren dabei waren, haben spektakuläre Abende erlebt", sagte der Kapitän, bevor er in der Dortmunder Nacht entschwand: "Schade, dass das jetzt für mindestens anderthalb Jahre vorbei ist."

© SZ.de/hum/rus
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