bedeckt München 18°

Coronavirus:Dortmund sagt Asien-Reise im Sommer ab

BVB-Stürmer Erling Haaland

Der BVB und Erling Haaland werden im Sommer nicht nach Asien fliegen.

(Foto: AP)
  • Borussia Dortmund sagt seine geplante Asien-Reise im Sommer ab.
  • Grund sei die Verbreitung des Coronavirus, teilt der BVB mit.
  • Die Uefa prüft indes Notfall-Szenarien für die EM 2020.

Borussia Dortmund sagt eine für den Sommer geplante Asien-Reise in der Saisonvorbereitung aufgrund des Coronavirus ab. "Das tut uns sehr leid, weil wir wissen, wie sehr sich die Menschen vor Ort wünschen, dass wir ihnen wieder nahe sind", sagte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer der Sport Bild.

Ob die Westfalen stattdessen wie schon in den vergangenen beiden Jahren einen Trip in die USA planen, ließ Cramer offen: "Wir haben einige Offerten und werden alle prüfen. Entscheiden wir uns für eine Reise, muss sie zu 100 Prozent verantwortbar und ohne Risiko für alle Beteiligten sein."

Laut Cramer gehe die Borussia "absolut gewissenhaft und verantwortungsbewusst" mit der Bedrohung durch den Coronavirus um: "Wir ergreifen sämtliche Schutzmaßnahmen, die nötig sind. Die Sicherheit der Mannschaft und aller Mitarbeiter des BVB hat immer oberste Priorität."

Die Uefa prüft "verschiedene Szenarien" für die EM 2020

Auch die Uefa-Führung hat erstmals eingeräumt, mit Blick auf die EM im Sommer diverse Notfall-Optionen zu prüfen. "Wir haben verschiedene Szenarien. Wir wollen aber diese im Moment nicht öffentlich diskutieren", sagte Generalsekretär Theodore Theodoridis nach dem Kongress der Europäischen Fußball-Union am Dienstag in Amsterdam. Der Grieche sprach allerdings nicht von einer möglichen Absage oder Verschiebung des Turniers vom 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern und warnte auch vor voreiligen Schlüssen. "Wir wollen nicht spekulieren, was in drei oder vier Monaten passiert", sagte er.

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin versuchte die schwierige Lage im großen Kontext der Turnierorganisation zu bewerten. "Sie wissen nicht, wie viele Sorgen wir haben, Sicherheit, politische Stabilität, Virus. Wir kümmern uns darum, und wir sind zuversichtlich, dass wir damit umgehen können", sagte der Verbandschef. Man bewerte auch im Europapokal und bei den im März anstehenden EM-Playoff-Partien jedes Spiel für sich und sei im Austausch mit den jeweiligen Regierungen, betonte Theodoridis.

Dies betreffe auch das Rückspiel im Europa-League-Achtelfinale von Eintracht Frankfurt beim FC Basel am 19. März. In der Schweiz sind alle Veranstaltungen im März mit mehr als 1000 Zuschauern untersagt.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
People wearing protective face masks, following an outbreak of the coronavirus, are seen at The Japan Olympics museum in Tokyo

Olympia in Tokio
:Absage ist ein mögliches Szenario

Das Coronavirus bedroht auch Olympia in Tokio. Für eine Entscheidung, ob die Spiele stattfinden, bleiben wohl noch zehn Wochen. Das IOC simuliert Gelassenheit.

Von Thomas Kistner

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite