MeinungDeutsche NationalmannschaftKlopp hat verstanden, dass ein Bundestrainer zu sehen und zu hören sein muss

Kommentar von Philipp Selldorf

Lesezeit: 2 Min.

Bundestrainer Jürgen Klopp im Stadion, hier gesichtet in der Arena des FC Augsburg.
Bundestrainer Jürgen Klopp im Stadion, hier gesichtet in der Arena des FC Augsburg.
Harry Langer/dpa

Der neue Bundestrainer mehrt seine Beliebtheit, indem er das Selbstverständliche macht – anders als sein Vorgänger.

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Wenn der Bundestrainer montagmittags im Schlafanzug beim zweiten Frühstück sitzt und im Kicker liest, dass ja am nächsten Wochenende Werder Bremen gegen den Hamburger SV spielt, und wenn er feststellt, dass er mal wieder Bock auf das Fischköppederby und einen Teller Labskaus mit Spiegelei und Matjes hat, dann kann dieser Bundestrainer einfach Folgendes tun: Er kann seine Leute beim DFB anrufen und ihnen eine Ansage machen. „Hört mal her“, sagt er, „besorgt mir mal zwei, ach nee: lieber vier Karten für die Haupttribüne.“

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Jürgen Klopp gab es als Bundestrainer nur im Paket mit seinem langjährigen Begleiter. Doch rund um dessen Aktivitäten wachsen die Irritationen. Der Verband verfällt dazu in den Schweigemodus.

SZ PlusVon Johannes Aumüller und Thomas Kistner

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