Süddeutsche Zeitung

Bundesliga:Ziel Europa

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Die TSG Hoffenheim erlebte unter Sebastian Hoeneß zwei überwiegend enttäuschende Jahre. Nun startet André Breitenreiter, kürzlich Meistertrainer in der Schweiz, seine Mission. Er strebt an, was seine Vorgänger nicht schafften.

André Breitenreiter trat seine neue Stelle mit Elan an. Flotten Schrittes eilte der neue Trainer der TSG Hoffenheim im dunklen Poloshirt auf das Podium und begrüßte die Journalistenschar am Freitag um 11.32 Uhr mit einem zünftigen "Tag zusammen". In der Stunde danach schilderte Breitenreiter, wie er den Fußball-Bundesligisten nach zwei enttäuschenden Jahren in die Spur bringen will. "Ich hoffe, dass ich für große Begeisterung und Aufbruchstimmung sorgen kann", sagte der 48-Jährige: "Ich bin ambitioniert, ich möchte maximalen Erfolg. Dafür werden wir fleißig arbeiten." Konkrete Ziele nannte der Nachfolger des glücklosen Sebastian Hoeneß nicht. Breitenreiters Vertrag ist bis 2024 datiert.

Breitenreiter bittet sein Team am Sonntag zum ersten Training für die kommende Saison. Seine Premiere an der Seitenlinie feiert der Coach am 2. Juli bei einem Testspiel beim Regionalligisten Astoria Walldorf. In der ersten Runde des DFB-Pokals muss die TSG Ende Juli beim Regionalligisten Rödinghausen antreten, in der Bundesliga eine Woche später bei Borussia Mönchengladbach.

Was in der Liga von ihm erwartet wird, weiß Breitenreiter aus einem Gespräch mit Mehrheitseigner Dietmar Hopp. "Er wünscht sich Platz sechs. Das empfinde ich aber nicht als Druck", sagte der neue Trainer: "Personen mit diesen Verdiensten dürfen immer sagen, was sie wollen." Den FC Zürich führte Breitenreiter in der vergangenen Saison zum Titelgewinn in der Schweiz. Die TSG-Verantwortlichen waren davon derart beeindruckt, dass sie den früheren Profi für angeblich rund 300 000 Euro aus seinem noch ein Jahr laufenden Vertrag auslösten. Breitenreiter strebt das an, was Hoeneß und dessen Vorgänger Alfred Schreuder nicht schafften. Er will aus dem Schatten des früheren Trainers Julian Nagelsmann treten, der den Klub in die Champions League geführt hatte. Am Ende der zurückliegenden Saison verspielte Hoffenheim die sicher geglaubte Europacup-Teilnahme durch neun Partien ohne Sieg.

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SZ vom 25.06.2022 / sid
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