bedeckt München 26°

Bremens 1:1 in Berlin:Der Ausgleich ist doppelt bitter für Hertha BSC

Kurz darauf hätte Duda fast für das 2:0 gesorgt - mit einem so brachialen wie zauberhaften Freistoß aus 25 Metern, der aber nur an der Querlatte landete. Die Führung der Berliner war insofern verdient, als Herthas Spiel vor allem durch Duda eine Vertikalität aufwies, die den Bremern in der ersten Halbzeit völlig abging. Sie kamen in den ersten 45 Minuten auf nicht einen einzigen Torschuss, was allerdings nicht nur an den formidablen Berliner Defensive lag, sondern auch an Schiedsrichter Sören Storks. Vor allem Herthas Innenverteidiger Niklas Stark genoss völlige Straflosigkeit, zwei gelbwürdige Fouls Starks (gegen Davy Klaasen und gegen Milot Rashica) wurden nicht oder nicht mit der gebotenen Härte geahndet.

Nach der Pause waren die Bremer dann erkennbar darum bemüht, die eigenen Angriffsbemühungen mit größerer Überzeugung vorzutragen. Ein erster Torschuss Rashicas, den Herthas Torwart Jarstein ohne größere Mühe parierte, zeugte davon. Jedoch: Es war wieder Hertha, die größere Gefahr heraufbeschwor, und wieder durch Duda. Erst tanzte Duda in der Bremer Hälfte einen Gegner aus, betrat den Strafraum und hätte wohl Tor schreien dürfen, wenn der frühere Berliner Sebastian Langkamp nicht noch das Bein dazwischen bekommen hätte (59.). Danach sah Werders Trainer Florian Kohfeldt die Minute gekommen, Pizarro für den 20-jährigen Johannes Eggestein einzuwechseln.

Werder setzte sich fortan zwar in der Hälfte der Herthaner fest. Doch obschon die Berliner wegen einer Verletzung von Jordan Torunarigha (57.) ihre Defensive umstellen mussten, fanden die zunehmend ideenlosen Bremer nicht mal Haarrisse im italienisch anmutenden Hertha-Beton. Als die Zeit davonzulaufen schien, versuchte es Kohfeldt mit einem Doppelwechsel: Kevin Möhwald und Joshua Sargent kamen für Philipp Bargfrede, doch auch das fruchtete zunächst nicht: Zermürbt und entnervt mussten die Bremer taumelten die Bremer einer Niederlage entgegen. In der Nachspielzeit kam es zu einem Tumult am Spielfeldrand, weil die Berliner versuchten, auf Zeit zu spielen und den Ball versteckten - Herthas Reservist Vedad Ibisevic und Werder-Trainer Kohfeldt sahen jeweils die gelbe Karte.

Dann leistete sich Fabian Lustenberger ein Foul an Joshua Sargent. Und als niemand mehr daran glaubte, traf Pizarro.

Bundesliga Noch viel Arbeit für Hitzlsperger

VfB Stuttgart

Noch viel Arbeit für Hitzlsperger

Der VfB Stuttgart verliert 1:3 gegen Leipzig, Sportvorstand Hitzlsperger will rasch einen neuen Sportdirektor verpflichten. Die Fans haben ihren Schuldigen dagegen schon gefunden.   Von Matthias Schmid