Bundesliga: Abstiegskampf2:2 nach 0:2 – Köln punktet mit neuem Trainer

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Punkt beim Debüt: Kölns Interimstrainer René Wagner.
Punkt beim Debüt: Kölns Interimstrainer René Wagner. Kai Pfaffenbach/Reuters

Der 1. FC Köln schafft beim Debüt von René Wagner in Frankfurt ein Remis und wahrt so den Zwei-Punkte-Abstand auf St. Pauli auf dem Relegationsplatz. Die Hamburger erreichen am Ostersonntag ebenfalls ein Unentschieden.

Interimstrainer René Wagner hat bei seinem Debüt mit dem abstiegsbedrohten 1. FC Köln einen wichtigen Punkt errungen. Im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Lukas Kwasniok kam der FC bei Eintracht Frankfurt nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 (0:0). Mit 27 Punkten liegt Köln als Tabellen-15. sechs Zähler vor dem VfL Wolfsburg auf dem ersten direkten Abstiegsplatz. Zwei Punkte sind es zum FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz, die Hamburger spielten am Sonntag bei Union Berlin 1:1.

Die Kölner verpassten nur knapp den Traumstart. Bei einer Anstoßvariante rückten die Frankfurter Verteidiger für einen langen Ball in die Offensive, und Köln konterte. Den Schuss von Jakub Kaminski ließ Keeper Michael Zetterer nach vorne abprallen, schmiss sich dann aber stark in den Nachschuss von Ragnar Ache (1.) und verhinderte den Rückstand.

Danach übernahm die Eintracht zunächst die Kontrolle. Ansgar Knauff setzte sich nach starkem Zuspiel von Hugo Larsson im Zweikampf durch, schoss aber knapp vorbei (24.). Auch der auffällige Arnaud Kalimuendo, der nach einem langen Ball von Oscar Höjlund frei durch war, zielte nicht genau genug. Die Kölner kamen selten zur Entlastung, entfachten dann aber größere Gefahr als die Gastgeber. Abschlüsse wie der Schlenzer von Saïd El Mala (26.) blieben dennoch Ausnahmen. Beim zweiten starken Konter des FC versprang Kaminski im letzten Moment der Ball, Zetterer warf sich erneut dazwischen (41.).

Frankfurt tat sich trotz deutlich mehr Spielkontrolle schwer, wirklich gefährlich zu werden. Es musste eine Einzelaktion helfen. Der eingewechselte Farès Chaibi setzte zum Sololauf an und fand in der Mitte Jonathan Burkardt, der aus kurzer Distanz einschob (66.). Wenige Minuten später zog Kalimuendo aus dem Hintergrund ab und erhöhte (69.), genau im Gegenzug traf aber auch Kaminski (70.). Alessio Castro-Montes belohnte die Gäste für den großen Aufwand (83.).

Pauli führt gegen Union, kassiert aber nach dem Seitenwechsel den Ausgleich

Zuvor hatten sich Union und FC St. Pauli im Stadion An der Alten Försterei 1:1 (0:1) getrennt. Bei sechs noch ausstehenden Spielen bleibt Unions Vorsprung auf die Kiezkicker auf dem Relegationsplatz 16 so bei komfortablen sieben Punkten. Das hob Unions Trainer Steffen Baumgart hervor, auch wenn er angesichts des möglichen Sieges nach eigenen Worten ein „bisserl zwiegespalten“ war. „Es ist nichts Großes, aber auch nichts Kleines in unserer Situation und bringt uns dem Ziel näher“, sagte Baumgart. Sein Kollege Alexander Blessin meinte angesichts einer schwächeren zweiten Hälfte zum Ergebnis: „Das ist okay, den Punkt nehmen wir mit.“

Vor 22 012 Zuschauern erzielte Mathias Pereira Lage (25. Minute) mit einem schönen Volley die Gäste-Führung. Nach dem Seitenwechsel glich Andrej Ilic (52.) aus. Die umkämpfte Partie nahm insbesondere in Halbzeit zwei etwas mehr Fahrt auf. St. Paulis Kapitän Jackson Irvine sah in der Nachspielzeit noch die gelb-rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Union kann in den kommenden Spielen gegen Schlusslicht Heidenheim und den Vorletzten Wolfsburg die letzten Zweifel am Bundesliga-Verbleib beseitigen. Auf die seit vier Partien sieglosen Hamburger warten zwei Heimspiele gegen den FC Bayern und den direkten Konkurrenten aus Köln.

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