Bundesliga:Schürrle wechselt für Rekordsumme nach Dortmund

Andre Schürrle

André Schürrle trägt in Zukunft das Trikot von Borussia Dortmund.

(Foto: dpa)

Der Weltmeister vom VfL Wolfsburg folgt seinem Kumpel Mario Götze zu Borussia Dortmund - und unterschreibt einen langfristigen Vertrag.

Das wochenlange Tauziehen ist beendet, Thomas Tuchel bekommt seinen Wunschspieler für eine Rekordsumme: Weltmeister André Schürrle wechselt nach zähen Verhandlungen vom VfL Wolfsburg zu Borussia Dortmund. Der 25-Jährige unterschrieb beim deutschen Vizemeister einen Vertrag bis Juni 2021, die Ablösesumme liegt bei 30 Millionen Euro. Mehr hat der BVB bisher noch für keinen Spieler bezahlt.

"Borussia Dortmund ist einer der Top-Vereine in Europa mit einem starken und extrem spannenden Kader. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Kraft der BVB durch das Zusammenspiel mit seinen Fans entwickeln kann und freue mich schon jetzt, das alles zum ersten Mal nicht als staunender Gegner, sondern als Teil des Ganzen erleben zu dürfen", sagt Schürrle, der Anfang August das Training in Dortmund aufnehmen soll.

Schürrle, dessen Vertrag bei den Niedersachsen noch bis 2019 lief, folgt seinem Kumpel Mario Götze, der am Donnerstag von Bayern München zum BVB gewechselt war. Damit sind die beiden Protagonisten des goldenes Tores im WM-Finale 2014 gegen Argentinien (1:0 n.V.) wieder vereint. In Rio hatte Schürrle die Flanke auf den Torschützen Götze geschlagen. Nun ist er nach Götze, Marc Bartra (FC Barcelona), Sebastian Rode (Bayern München), Emre Mor (FC Nordsjælland), Ousmane Dembélé (Stade Rennes), Mikel Merino (CA Osasuna) und Raphaël Guerreiro (FC Lorient) der achte Neuzugang der Borussia.

Schürrle will sich bei Dortmund beweisen

Offensivspieler Schürrle, der beim FSV Mainz 05 unter Tuchel zum Nationalspieler wurde, soll beim BVB den zum englischen Rekordmeister Manchester United gewechselten Armenier Henrikh Mkhitaryan ersetzen. Für Mkhitaryan hatte Dortmund vor drei Jahren 27,5 Millionen Euro bezahlt. "André Schürrle ist ein deutscher Nationalspieler mit herausragendem Offensivpotenzial, der zudem sehr passsicher ist und sich auch in der Defensivarbeit immer wieder geschickt einbringt. Trotz seiner erst 25 Jahre verfügt er über große internationale Erfahrung. Dieser Transfer komplettiert unsere Offensive für die Saison 2016/2017", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Bei den Westfalen will sich Schürrle nach einigen durchwachsenen Jahren beweisen. Nach seinem Wechsel von Bayer Leverkusen zum FC Chelsea im Sommer 2013 kam der Nationalspieler über eine Nebenrolle beim englischen Topklub nicht hinaus. Wolfsburg holte den schnellen Flügelspieler im Februar 2015 für rund 32 Millionen Euro zurück in die Bundesliga. Nach großen Startproblemen kam Schürrle in der Rückserie der vergangenen Saison besser in Schwung. Neun Tore und fünf Vorlagen in 29 Bundesligaspielen weckten beim BVB Begehrlichkeiten. Bei der EM in Frankreich setzte Schürrle als Einwechselspieler allerdings kaum Akzente. Unter seinem alten Trainer Tuchel will er nun ähnlich wie Götze wieder seine Bestform finden. Die Erwartungen sind angesichts der Rekordablöse hoch.

© SZ.de/sid/dpa/tbr
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