Süddeutsche Zeitung

Bundesliga:Schmadtke wird Sportvorstand beim VfL Wolfsburg

  • Der VfL Wolfsburg hat nach der Trennung von Olaf Rebbe einen neuen Geschäftsführer Sport gefunden: Jörg Schmadtke.
  • Nach dem erreichten Klassenerhalt soll er die Wolfsburger wieder zu mehr sportlicher Stabilität führen.
  • Der Rheinländer war davor beim 1. FC Köln, Alemannia Aachen und Hannover 96 als Sportchef tätig.

Jörg Schmadtke soll den VfL Wolfsburg nach dem knappen Klassenerhalt wieder in die Erfolgsspur führen. Der langjährige Bundesliga-Manager wird bei den Wölfen ab dem 1. Juli als Geschäftsführer Sport tätig. Dies bestätigte der Klub am Dienstag. Die Niedersachsen hatten erst am Montag mit einem 1:0-Sieg im Relegations-Rückspiel gegen Holstein Kiel den Ligaverbleib gesichert.

"Ich gehe mit großer Vorfreude an diese Aufgabe heran. Wir werden den Status quo genau analysieren und wollen der Mannschaft wieder die Stabilität verschaffen, damit sie in der Bundesliga schnell den Anschluss findet und erfolgreichen Fußball spielt", sagte Schmadtke. Über die Vertragslaufzeit machte Wolfsburg keine Angabe.

Für den 54-Jährigen ist es die vierte Bundesliga-Station als Sportchef. Im Oktober 2017 war der Rheinländer nach über vier Jahren beim 1. FC Köln von seinem Posten zurückgetreten. Zuvor hatte er auch für Alemannia Aachen und Hannover 96 gearbeitet.

Wolfsburg ist nun Schmadtkes erste Station, in der Geld keine Rolle spielt. Vielleicht war genau das Geld zuletzt das Problem: viel zu teure Spieler, viel zu wenig Leistung. Schon in den letzten Monaten von Klaus Allofs wurden die Millionen nicht mehr vernünftig investiert, nach dem Abschied des Managers im Dezember 2016 wurde das sportliche Elend dann immer größer. Mit einem Personal-Etat von rund 60 Millionen Euro hat der Klub im Nachsitzen gegen Kiel gerade so die Klasse gehalten.

Beim VfL soll Schmadtke die Aufgaben des Ende April entlassenen Sportdirektors Olaf Rebbe übernehmen. Im Gegensatz zu Rebbe wird Schmadtke allerdings wie der von Wolfsburg im Dezember 2016 freigestellte Klaus Allofs Mitglied im Vorstand sein. VfL-Wunschkandidat Horst Heldt hatte keine Freigabe von dessen Klub Hannover 96 erhalten.

Trotzdem glauben sie in Wolfsburg den neuen Hoffnungsträger gefunden zu haben. "Mit Jörg Schmadtke haben wir den passenden Fachmann für die erfolgreiche Neu-Ausrichtung unseres Lizenzspielerbereichs gefunden. Er wird mit hoher Kompetenz, Leidenschaft und Engagement dafür sorgen, dass wir zurück in die Erfolgsspur kommen", sagte Aufsichtsratschef Frank Witter: "Jörg Schmadtke hat uns in den Gesprächen voll überzeugt. Seine Erfolgsgeschichte in der Fußball-Bundesliga ist sehr beeindruckend. Er passt auch menschlich ideal zum VfL Wolfsburg."

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