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Bundesliga:Schatzschneider muss für Beleidigung des FC Bayern büßen

Dieter Schatzschneider Hannover 96 1 Fussball Bundesliga Punktspiel Saison 2014 2015 VfL Wolfsb; Dieter Schatzschneider

Dieter Schatzschneider

(Foto: Christian Schroedter/imago)

Der FC Bayern sei eine "Piss-Mannschaft", sagte er: Die Münchner verklagten daraufhin Hannovers Dieter Schatzschneider, der nun dafür zahlen muss.

Der FC Bayern hat Dieter Schatzschneider verklagt, nachdem der ehemalige Stürmer von Hannover 96 die Münchner als "Piss-Mannschaft" bezeichnet hatte. Die Münchner erstatteten daraufhin Anzeige wegen Beleidigung. Wie der FC Bayern der SZ bestätigte, einigte sich die Staatsanwaltschaft inzwischen mit Schatzschneider außergerichtlich auf eine Verfahrenseinstellung gegen eine Geldbuße über 2000 Euro an die Kinderkrebshilfe.

Schatzschneider, der in Hannover als Vertrauter des Klub-Präsidenten Martin Kind gilt, war die Bayern im vergangenen Mai verbal in der Bild-Zeitung angegangen, nachdem sie in der Schlussphase der vergangenen Saison 1:2 beim SC Freiburg verloren hatten. Die Münchner waren längst als Meister festgestanden, Freiburg war Konkurrent der Hannoveraner im Abstiegskampf, da warf Schatzschneider den Bayern unterschwellig vor, das Spiel abgeschenkt zu haben.

Der Zeitung Neue Presse in Hannover sagte Schatzschneiders Anwalt Fritz Willig, die Einigung sei "eine faire und vernünftige Entscheidung". Der frühere Torjäger des Klubs habe sich ohnehin entschuldigt. "Schatzi ist eben ein echter Roter", erklärte Willig.

Der FC Bayern brachte bei seiner Anzeige bei der Staatsanwaltschaft München (AZ: 465 JS 115270/16) vor, dass Schatzschneider die ganze Mannschaft beleidigt hätte, also 37 Personen.

Zuletzt hatte der Münchner Großklub desöfteren harsch auf etwaige Beleidigungen oder Angriffe reagiert. So etwa gegen den Vorsitzenden des DFB-Sportgerichts Hans E. Lorenz. Der hatte erklärt, dass es nicht angehe, dass Spieler wie die Bremer Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz sich vor dem Spiel gegen Bayern die fünfte gelbe Karte und eine Spielsperre abholten, weil das dann automatisch dazu führe, "dass Bayern München in der Bundesliga regelmäßig gegen schwächere Mannschaften zu spielen hat. Das kann nicht im Sinne des Wettbewerbs sein."

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge schimpfte daraufhin: "Herr Lorenz sollte vorsichtig sein, wenn er den FC Bayern öffentlich, und sei es auch nur indirekt, in den Zusammenhang einer Wettbewerbsverzerrung stellt." Er wehre sich "entschieden gegen herabwürdigende Äußerungen des Sportgerichts".

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