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Bundesliga-Meisterschaftskampf:Leipzig wird ausgebremst

RB Leipzig: Yussuf Poulsen ärgert sich gegen Eintracht Frankfurt

Da war mehr drin: Leipzigs Yussuf Poulsen ärgert sich über eine vergebene Torchance.

(Foto: Roger Petzsche/imago)

Die Leipziger patzen gegen Frankfurt und haben vor dem Spitzenspiel in zwei Wochen vier Punkte Rückstand auf den FC Bayern - und dann verletzt sich auch noch Upamecano.

Von Javier Cáceres, Leipzig

Vier Tage nach dem enttäuschenden Champions-League-Aus gegen den FC Liverpool hat RB Leipzig hat im Meisterschaftskampf mit dem FC Bayern an Boden verloren. Leipzig kam am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt nur zu einem 1:1 - und musste nach Toren von Emil Forsberg (46.) und Daichi Kamada (61.) quittieren, dass der Abstand zum Tabellenführer aus München nun wieder vier Punkte beträgt.

Leipzig ließ zu Beginn der Partie eine vorzügliche Gelegenheit liegen, den Nachmittag in geruhsame Bahnen und möglicherweise in Richtung Sieg zu lenken. Nach einem grandiosen Pass von Forsberg stand Justin Kluivert nach nicht einmal acht Minuten allein vor Kevin Trapp. Der Eintracht-Torwart fuhr das rechte Bein aus - und vereitelte die Chance mit dem Knöchel. Der Überlegenheit der Leipziger tat das zwar keinen Abbruch, namentlich Forsberg trieb die Leipziger immer wieder vor das Tor der Frankfurter.

Dayot Upamecano erleidet eine Muskelverletzung und muss ausgewechselt werden

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fiel das Niveau ab - vor allem, weil die Frankfurter, die sich zuletzt in Bremen so zartbesaitet gezeigt hatten, der rustikalen Komponente der Spielführung Vorrang einräumten. Bis zur Pause zählten die Statistiker insgesamt 21 Fouls minderer Schwere. Die einzige Verletzung war muskulärer Natur und kam ohne gegnerisches Zutun zustande. Sie betraf Leipzigs Innenverteidiger Dayot Upamecano, der sich zwei Wochen vor dem Duell mit seinem künftigen Arbeitgeber FC Bayern an die Hinterseite des rechten Oberschenkels fasst und ausgewechselt werden musste. Erst in seiner Abwesenheit kam die Eintracht durch den Japaner Daichi Kamada zu ihrem ersten Abschluss der Partie (39.).

Unmittelbar nach der Pause änderte sich die Dynamik der Begegnung. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff versuchte sich Kluivert an einem Distanzschuss, Eintracht-Torwart Trapp klatschte den Ball nach vorn ab - und Forsberg sorgte per Abstauber für die Belohnung, die Leipzig schon in der ersten Halbzeit verdient gehabt hatte - 1:0! Der agile Schwede bediente wenig später Yussuf Poulsen mit einer präzisen Flanke. Doch der wuchtige Kopfball von Leipzigs dänischem Mittelstürmer landete über dem Tor.

Die Eintracht nahm das Geschenk, im Spiel bleiben zu dürfen, dankbar an. In der 61. Minute nutzte sie die erste nennenswerte Unachtsamkeit der Leipziger zum Ausgleich. André Silva setzte sich auf der linken Seite gegen Upamecanos Ersatzmann Lukas Klostermann durch und passte auf Kamada. Der Japaner schoss völlig unbedrängt - und überwand Leipzigs Torwart Peter Gulacsi. Die Partie schaukelte hin und her, hier vereitelte Eintracht- Verteidiger Evan Ndicka eine Großchance Leipzigs, da verzog Luka Jovic noch allein vor Gulacsi. "Wenn man die gesamten 90 Minuten sieht, waren wir die bessere Mannschaft, hatten die klareren Torchancen", sagte RB-Manager Markus Krösche. Und auch Trainer Julian Nagelsmann befand: "Es ist nicht verdient, dass wir nicht dreifach punkten."

Vorausgesetzt, die Bayern geben am kommenden Wochenende keine Punkte ab, kann Leipzig den Abstand im Spitzenspiel in zwei Wochen allenfalls verkürzen.

© SZ/cca
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