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Bundesliga:Paderborn muss zurück in die zweite Liga

Streli Mamba (oben) und der SC Paderborn müssen zurück in die zweite Liga.

(Foto: AFP)

Der SC Paderborn steigt ab, Union Berlin hält dagegen die Klasse. Freiburg besiegt Hertha, auch Gladbach überzeugt. Die Spiele im Überblick.

Union Berlin - SC Paderborn 1:0 (1:0), Tore 1:0 Zolinski (27., Eigentor)

Das erwartbare Ende einer abenteuerlichen Reise tat kaum noch weh. Der SC Paderborn hatte sich zwar bis zuletzt gegen den unerbittlich heranrollenden Bundesliga-Abstieg gestemmt, mit Herz und Leidenschaft - aber mit doch seit Monaten spürbar viel zu geringer Qualität. Seit Dienstag ist gewiss, womit lange zu rechnen gewesen war: Die Ostwestfalen spielen in der kommenden Saison wieder zweitklassig.

"Es hat immer irgendwie ein bisschen was gefehlt", sagte Kapitän Christian Strohdiek nach dem 0:1 (0:1) bei Union Berlin ernüchtert ins Sky-Mikrofon. Das passte auf das Spiel, aber auch auf die gesamte Saison. "Wenn die erste Enttäuschung verflogen ist, können wir einfach nur stolz sein", sagte Strohdiek. Der Rückstand auf den Relegationsplatz ist in den verbleibenden zwei Saisonspielen nicht mehr aufzuholen.

Für Paderborn ist es nach 2015 der zweite Bundesliga-Abstieg - besiegelt wurde er ausgerechnet am Tag der Bundesliga-Rückkehr des Lokalrivalen Arminia Bielefeld. Zudem wechselt der SCP im dritten Jahr in Folge die Spielklasse, nachdem er in den beiden Vorsaisons von der 3. Liga bis in die Bundesliga durchmarschiert war. Riesenjubel herrschte dagegen bei Union: Dem Liganeuling gelang der vorzeitige Klassenerhalt, Union darf ein weiteres Jahr im Oberhaus planen - zwei Derbys gegen Hertha BSC inklusive. Der ehemalige Unioner Ben Zolinski (27., Eigentor) hatte die Berliner mit einer verunglückten Abwehraktion in Führung geköpft.

SC Freiburg - Hertha BSC 2:1 (0:0), Tore 1:0 Grifo (61.), 1:1 Ibisevic (66., Foulelfmeter), 2:1 Petersen (71.)

Der "kleine" SC Freiburg darf mehr denn je vom Konzert der Großen träumen. Die Breisgauer gewannen 2:1 (0:0) gegen Hertha BSC und kletterten zumindest bis Mittwoch auf den Qualifikations-Platz zur Europa League. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) steht für den SC die harte Bewährungsprobe bei Meister Bayern München auf dem Programm.

Vincenzo Grifo (61.) und Nils Petersen mit seinem 25. Liga-Tor als Einwechselspieler (71.) waren für die Freiburger erfolgreich, die zuletzt 2013 die Europacup-Gruppenphase erreicht haben. Vor drei Jahren scheiterte die Mannschaft von Trainer Christian Streich in der Qualifikation. Im Gegensatz zu den Breisgauern befindet sich die Hertha erstmals in der Amtszeit von Trainer Bruno Labbadia im Tief. Daran änderte auch das Tor von Vedad Ibisevic per Foulelfmeter (66.) nichts. Die Berliner kassierten die dritte Pleite in Serie.

Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg 3:0 (2:0), Tore: 1:0 Hofmann (10.), 2:0 Hofmann (30.), 3:0 Stindl (65.)

Borussia Mönchengladbach hat trotz Verletzungssorgen Bayer Leverkusen im rheinischen Duell um die Champions League unter Druck gesetzt. Mit 3:0 (2:0) gewann das Team von Trainer Marco Rose ungefährdet und völlig verdient gegen den enttäuschenden VfL Wolfsburg.

"Drei Tore geschossen, kein Gegentor, drei Punkte geholt und mit einer sehr ambitioniertem Leistung unter schwierigen Bedingungen gewonnen - ich bin hochzufrieden", lobte Gladbachs Trainer Marco Rose. Jonas Hofmann (10. Minute/30.) und Lars Stindl (65.) trafen für die Borussia, die mit nun 59 Punkten zumindest für eine Nacht wieder auf Rang vier sprangen. Leverkusen (57) spielt am Mittwoch im Derby gegen den 1. FC Köln.

Ohne die verletzten Top-Scorer Alassane Plea und Marcus Thuram verpassten es die Gladbacher vor allem nach der Pause, auch das Torverhältnis (nun +23) im Vergleich zu Leverkusen (+16) weiter zu verbessern. Die um die Europa-League-kämpfenden Wolfsburger bleiben mit 46 Zählern auf Rang sechs.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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