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Bundesliga:Offiziell: Bobic verlässt Frankfurt zum Saisonende

Bobic verlässt Eintracht Frankfurt im Sommer

Verlässt Frankfurt: Fredi Bobic.

(Foto: dpa)

Der Vertrag des Sportvorstand wird wie angekündigt im Mai aufgelöst. IOC-Vizepräsident Coates schließt eine Absage der Olympischen Spiele aus.

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Bundesliga, Frankfurt: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat nur einen Tag nach dem Wechsel von Trainer Adi Hütter auch die Trennung von Sportvorstand Fredi Bobic zum Saisonende verkündet. Der Vertrag zwischen der Fußball-AG und dem 49 Jahre alten Funktionär werde vorzeitig zum 31. Mai 2021 aufgelöst, teilte der hessische Traditionsclub mit. Bobic hatte bei den Hessen einen Vertrag bis 2023, machte aber schon vor geraumer Zeit klar, dass er gehen will. Über die Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Damit verliert der Club im Sommer seine komplette sportliche Führungsriege. Chefcoach Hütter zieht es zu Borussia Mönchengladbach, der Österreicher unterschrieb am Niederrhein einen Vertrag bis 2024. Auch Bobic dürfte eine andere Aufgabe im deutschen Profifußball im Sinn haben, er wird seit einigen Wochen mit Hertha BSC in Verbindung gebracht. Sportdirektor Bruno Hübner geht im Sommer ebenfalls. Er ist allerdings der Einzige aus dem Trio, dessen Vertrag ganz regulär ausläuft und nicht verlängert wird.

In der Bundesliga belegt die Eintracht derzeit Rang vier und gewann zuletzt die wichtigen Spiele in Dortmund (2:1) und gegen Wolfsburg (4:3). Sechs Spieltage vor Schluss liegt Frankfurt sieben Punkte vor Dortmund und neun vor Leverkusen. Eine ähnlich aussichtsreiche Ausgangslage hatte die Eintracht aber vor zwei Jahren schon einmal verspielt.

Olympia: IOC-Vizepräsident John Coates hat 100 Tage vor der geplanten Eröffnungsfeier in Tokio eine kurzfristige Olympia-Absage ausgeschlossen. Die um ein Jahr verlegten Sommerspiele "werden wie geplant stattfinden", sagte der Chef der Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees für das Großereignis in Japan. Der Australier versprach trotz der weiter bedrohlichen Corona-Lage: "Es werden die sichersten Spiele, die möglich sind." Die Spiele in Japans Hauptstadt waren im Vorjahr wegen der Pandemie auf diesen Sommer verlegt worden und sollen am 23. Juli eröffnet werden.

Die umfangreichen Maßnahmen gegen das Coronavirus werden Coates zufolge "dafür sorgen, dass alle Teilnehmer und die japanische Bevölkerung sicher sind". Der 70-Jährige sagte in einem vom IOC verbreiteten Video: "Die Athleten, die olympische Bewegung, die Organisatoren und das japanische Volk werden zeigen können, dass es ein Sieg der Menschheit über die Pandemie ist."

Umfragen zufolge sprechen sich mehr als 70 Prozent der Japaner derzeit für eine Absage oder erneute Verschiebung der Sommerspiele aus. Wegen der Angst vor einer Ausbreitung des Virus bleibt ausländischen Fans und Athletenfamilien sowie Gästen von Sponsoren und Verbänden die Einreise nach Japan verwehrt.

Tokios Gouverneurin Yuriko Koike versicherte am Mittwoch erneut, dass die Gastgeber in den verbleibenden Wochen bis zum Start der Spiele alles dafür tun wollen, "das Coronavirus zu bezwingen. Wir wären gern in der Lage, die Spiele mit allen zu erleben", sagte Koike bei einer Veranstaltung 100 Tage vor der Olympia-Eröffnung.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war am Dienstag in Tokio auf 510 gestiegen. Corona-Regierungsberater Shigeru Omi sprach von einer "vierten Welle" bei den Neuinfektionen. Das Impftempo in Japan ist weiter schleppend. Nur 0,4 Prozent der japanischen Bevölkerung sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang vollständig geimpft. IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi gab sich dennoch zuversichtlich, dass in der Sportwelt mit Beginn der Sommerspiele "die Emotionen noch stärker sein werden". Erstmals treffe die weltweite Athletengemeinde bei Olympia wieder zusammen, erklärte Dubi. Er erwarte, dass die Olympioniken "trotz der Umstände auf der Höhe ihres Leistungsvermögens" sein werden.

Fußball, DFB: Die deutschen Fußballerinnen haben den Länderspiel-Doppelpack in Wiesbaden erfolgreich gestaltet. Dem 5:2 über Australien ließ das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am Dienstag ein 3:1 (2:1) gegen Norwegen folgen und wies dabei erneut die bereits gezeigten Fortschritte beim Aufbau einer schlagkräftigen Mannschaft für die Europameisterschaft 2022 in England nach. Laura Freigang (8.), Linda Dallmann (17.) drehten die Gäste-Führung durch Guro Reiten (4.). Eine Traumkombination führte zum 3:1 durch das erste Länderspieltor von Paulina Krumbiegel (62.).

© SZ.de/dpa/sid/schm
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