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Bundesliga:Naiver BVB verhindert eine Blamage

FC Ingolstadt 04 - Borussia Dortmund

Oh Mann, das war knapp: Marc Bartra und der BVB.

(Foto: dpa)

Der FC Ingolstadt hat seine Pleitenserie in der Fußball-Bundesliga beendet, in einem mitreißenden Spiel gegen Borussia Dortmund eine größere Überraschung aber knapp verpasst. Die Oberbayern kamen nach zuletzt sechs Niederlagen zu einem 3:3 (2:0). Den Sieg verhinderte BVB-Profi Christian Pulisic mit dem Ausgleich in der ersten Minute der Nachspielzeit.

Almog Cohen (6. Minute) und Dario Lezcano (29./60.) hatten die Gastgeber vor 15 200 Zuschauern am Samstag vom Coup träumen lassen. Aber Dortmunds Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (59.), Adrian Ramos (69.) und Pulisic hatten etwas dagegen. Der BVB rutschte nach dem dritten sieglosen Ligaspiel in Serie auf Platz sechs der Tabelle.

Von Verunsicherung oder gar Furcht nach sechs Niederlagen in Serie war bei den Ingolstädtern von den ersten Minuten an nichts zu merken, auch wenn sich das Team von Trainer Markus Kauczinski weit zurückzog. Nachdem die offensive Pressing-Taktik der Hasenhüttl-Ära in dieser Saison nicht mehr funktionierte, beorderte Kauczinski seine Spieler gegen den BVB geschlossen nach hinten und baute bei Ballbesitz Borussias zwei dichte Viererreihen vor dem Strafraum auf.

Das klappte zunächst hervorragend - und vorne ließen zwei Freistöße aus ähnlicher Position auf der rechten Seite die Gastgeber jubeln: Zunächst fand Linksverteidiger Markus Suttner am Fünfmeterraum den Fuß von Cohen, der volley vollendete. Nach einer halben Stunde schlug wieder Suttner einen ruhenden Ball in die Mitte, diesmal auf den Kopf von Lezcano - und der Stürmer traf zu seinem zweiten Saisontor.

Dortmund agierte in diesen Szenen unkonzentriert und naiv. Die Mannschaft machte lange Zeit einen müden Eindruck, die Champions-League-Reise samt dem emotionalen und harten Spiel in Lissabon wirkte vielleicht noch nach.

Den Dortmundern fiel nichts ein gegen die beherzt kämpfenden Gastgeber - sie hatten sogar noch Glück, dass es zur Pause nicht 0:3 oder gar 0:4 stand. Zweimal hatte FCI-Stürmer Lukas Hinterseer das Tor auf dem Fuß. Der bis dato beste Torschütze der Oberbayern scheiterte zunächst per Seitfallzieher aus sieben Metern an Roman Weidenfeller, der für den erkälteten Roman Bürki das BVB-Tor hütete (13.). Dann vergab Hinterseer frei aus rund zehn Metern einen Volleyschuss (36.). In der 44. Minute scheiterte Lezcano zudem allein vor Weidenfeller.

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Neues aus der Wohlfühlzone

Gleich auf sechs Position hatte Trainer Thomas Tuchel nach dem Lissabon-Spiel sein Team verändert, trotz klarer Feldüberlegenheit sprang aber kaum Zählbares heraus. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, als Tuchel Pulisic sowie Mario Götze für die Offensive brachte und sich ein spektakuläres Match entwickelte.

Zunächst verkürzte Aubameyang per Kopf, doch nur Sekunden später stellte Lezcano mit einem Flachschuss den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Abermals nur Augenblicke danach hatte Moritz Hartmann das 4:1 auf dem Fuß, traf aber den Pfosten (61.). Mit dem 2:3 durch Ramos begann die lange Schlussoffensive der Dortmunder, die in der Nachspielzeit tatsächlich noch belohnt wurde. Aubameyang köpfte nur Sekunden nach dem 3:3 von Pulisic noch um Zentimeter am Tor vorbei.