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Bundesliga:Medien: Schmadtke wird Geschäftsführer in Wolfsburg

BATE Borissow - 1. FC Köln

Jörg Schmadtke soll Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg werden.

(Foto: dpa)
  • Der VfL Wolfsburg hat nach der Trennung von Olaf Rebbe offenbar einen neuen Geschäftsführer Sport gefunden: Jörg Schmadtke.
  • Der frühere Manager des 1. FC Köln soll auch dazu bereit sein, den Klub in der 2. Bundesliga zu übernehmen, sollten die Wolfsburger in der Relegation an Kiel scheitern.
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Die Führungslosigkeit des abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg könnte bald vorbei sein. Nach Informationen von Kicker und Bild übernimmt Jörg Schmadtke zur neuen Saison als Geschäftsführer Sport bei den Niedersachsen. Der 54 Jahre alte Rheinländer habe mit dem Verein in kurzer Zeit eine Einigung erzielt, hieß es nach den Berichten vom Sonntag. Geschäftsführer Wolfgang Hotze sowie Schmadtke selbst waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Trainer Bruno Labbadia wusste nach dem Training am Sonntag zunächst von nichts. "Ich habe es noch von keinem bestätigt bekommen", sagte der Coach, der zuletzt quasi alleine die sportliche Führung dargestellt hatte. "Klar ist, dass ein Verein in der Position einen guten Mann braucht. Mehr will ich dazu nicht sagen", fügte Labbadia an.

Wolfsburg muss noch immer um den Verbleib in der Bundesliga kämpfen und tritt in der Relegation (17. und 21. Mai) gegen den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel an. Nach Angaben des Kicker sei Schmadtke auch bereit, den Verein in der 2. Bundesliga zu übernehmen. Vollzug könnte demnach schon in der kommenden Woche vermeldet werden. Schmadtke würde bei dem VW-Club Nachfolger von Klaus Allofs, der im Dezember 2016 freigestellt worden war. In dieser Saison übernahm Olaf Rebbe die Aufgaben als Sportdirektor, doch auch er wurde vor gut zwei Wochen freigestellt.

Das Team von Coach Labbadia konnte mit einem 4:1-Sieg gegen den 1. FC Köln am Samstag den direkten Abstieg abwenden und hat nun gegen Kiel eine weitere Chance auf einen Verbleib. Eine sportliche Leitung gab es nach dem Rauswurf von Rebbe unmittelbar vor dem 1:3 gegen den HSV Ende April zuletzt nicht.

Schmadtke hatte bis zum vergangenen Herbst als Geschäftsführer Sport in Köln gearbeitet. Nur wenige Monate nach der Qualifikation für die Europa League lösten der Verein und der Funktionär der Vertrag auf, nachdem es zum Saisonstart neun Spiele keinen Sieg gegeben hatte. Der frühere Bundesliga-Torwart war zuvor auch Sportdirektor bei Alemannia Aachen und Hannover 96.

© SZ.de/dpa/tbr

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