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Bundesliga:Jovic kehrt zur Eintracht zurück

Die Frankfurter freuen sich über Verstärkung, auch Schalke plant einen Coup. Tiril Eckhoff gewinnt den Sprint in Oberhof und der Wolfsburger Pongracic erhält grünes Licht nach seiner Corona-Erkrankung.

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Fußball, Frankfurt: Die Rückkehr von Torjäger Luka Jovic zur Eintracht ist perfekt. Wie der Bundesligist am Donnerstag mitteilte, wird der 23 Jahre alte Serbe von Real Madrid bis zum Saisonende ausgeliehen. "Luka hatte zuletzt keine leichte Zeit in Madrid. Für ihn ist es wichtig, wieder in die Spur zu kommen. Es war sein großer Wunsch, zur Eintracht zurückzukehren", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. Er hatte bereits am Dienstag vor dem DFB-Pokalspiel bei Bayer Leverkusen den überraschenden Transfercoup angekündigt. Jovic soll in Frankfurt die Rückennummer neun erhalten.

Für eine Ablöse von etwa 60 Millionen Euro war Jovic 2019 von den Hessen zum spanischen Spitzenclub Real Madrid gewechselt, spielte aber bei Trainer Zinedine Zidane nie eine große Rolle. Die Eintracht benötigte nach dem Abgang von Bas Dost in der Winterpause zum FC Brügge einen Angreifer, da aktuell nur der Portugiese André Silva als Stürmer zur Verfügung steht. Jovic bildete in der Saison 2018/19 zusammen mit seinen damaligen Teamkollegen Sébastien Haller und Ante Rebić die so genannte "Büffelherde" der Frankfurter. Jovic erzielte in jener Spielzeit 17 Bundesliga-Tore.

Biathlon, Oberhof: Die deutschen Biathletinnen müssen weiter auf ihren ersten Podestplatz im neuen Jahr warten. Beim Heim-Weltcup in Oberhof belegte Franziska Preuß im Sprint nach einem Schießfehler den sechsten Platz und hatte im Ziel 33,5 Sekunden Rückstand auf die fehlerfreie Siegerin Tiril Eckhoff. Während die Norwegerin schon zum sechsten Mal in diesem Winter gewann, fehlten der 26-Jährigen aus Bayern am Donnerstag knapp 21 Sekunden auf Rang drei. Zweite nach 7,5 Kilometern im Thüringer Wald wurde die Italienerin Dorothea Wierer vor der Österreicherin Lisa Theresa Hauser. Einen Tag nach dem dritten Rang von Arnd Peiffer im Männer-Sprint war Janina Hettich (0 Fehler) auf Platz 13 die zweitbeste Deutsche. Die frühere Weltmeisterin Denise Herrmann musste gleich dreimal in die Strafrunde und beendete das Rennen auf Rang 15. Knapp dahinter schaffte es Maren Hammerschmidt ohne Schießfehler auf Platz 17.

Fußball, Schalke: Nach der Verpflichtung von Sead Kolasinac plant der FC Schalke 04 angeblich eine weitere spektakuläre Rückholaktion. Wie Bild und Kicker am Donnerstag berichteten, will der abstiegsbedrohte Bundesligist seinen früheren Stürmer Klaas-Jan Huntelaar von Ajax Amsterdam zurückholen und damit die Lücke im Angriff füllen. Der einstige Weltklasse-Stürmer, der bis 2017 in sieben Jahren 126 Tore für den Revierclub erzielte, ist allerdings inzwischen 37 Jahre alt. Bereits vor Monaten hatte der Niederländer erklärt, dass er im kommenden Sommer seine Karriere bei Ajax beenden wird. Der Tabellen-Vorletzte ist noch auf der Suche nach einer Verstärkung für die Offensive, nachdem sich der Deal mit dem 36 Jahre alten Stürmer Vedad Ibisevic als Fehlgriff erwiesen hatte und Goncalo Paciencia noch länger ausfällt. Zuletzt hatte der 19 Jahre alte Matthew Hoppe mit drei Toren beim 4:0-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim überzeugt und sich für weitere Einsätze nachhaltig empfohlen.

Fußball, Wolfsburg: Innenverteidiger Marin Pongracic (23) vom Bundesligisten VfL Wolfsburg könnte dem Tabellensechsten nach seinen massiven Atemproblemen zuletzt gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wieder zur Verfügung stehen. "Er wurde von den Zehnnägeln bis zu den Haaren durchgecheckt", sagte Glasner, der vor seinem 50. Spiel als Bundesliga-Trainer steht: "Marin hat von den Ärzten grünes Licht bekommen und kann wieder trainieren." Pongracic hatte zuletzt bei Union Berlin (2:2) bereits in der Halbzeit ausgewechselt werden müssen. Der Kroate, der sich während der Saison bereits mit dem Coronavirus infiziert hatte und am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt war, habe "große Probleme mit der Luft" gehabt, wie Glasner nach dem Spiel sagte. "Aus medizinischer Sicht" sei aber "alles okay", sagte der Österreicher am Donnerstag.

Dritte Liga: Fußball-Drittligist KFC Uerdingen ist nach dem angekündigten Rückzug von Präsident Michail Ponomarew auf der Suche nach einem neuen Investor noch nicht fündig geworden. Auf einer Informationsveranstaltung für die Mitglieder am Dienstagabend zeichneten die Club-Verantwortlichen ein düsteres Bild für den Fall, dass kein neuer Geldgeber gefunden wird. "Dann wird der KFC in der kommenden Saison nicht mehr in der 3. Liga spielen, sondern in der Regionalliga", sagte Ponomarew.

Eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpfe, kostet laut Ponomarew vier bis fünf Millionen Euro pro Saison. "Wenn man aufsteigen will, werden acht bis neun Millionen Euro benötigt. Vom Fernsehen gibt es eine Million, den Rest zahle derzeit ich. Ich bin aber nur noch bis zum Sommer dabei", erläuterte der 46-Jährige. "Wer will das zahlen? Niemand." Deshalb müsse der KFC in Betracht ziehen, in der Regionalliga zu spielen und dort gesunde Strukturen zu schaffen.

Bis zum 1. März muss die Lizenz für die 3. Liga beantragt werden. Sollte bis dahin kein Investor gefunden worden sein, werden die Uerdinger wohl eine Klasse tiefer antreten müssen. Sogar eine mögliche Insolvenz des früheren Bundesligisten steht im Raum. "Die Situation hat sich in den vergangenen Wochen erheblich verschlechtert", klagte Aufsichtsratschef Andreas Galland.

© SZ.de/dpa/sid/bek
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