Bundesliga Hertha soll fast doppelte so hohe Stadionmiete zahlen

Teures Mietobjekt: das Olympiastadion in Berlin.

(Foto: dpa/dpaweb)

Die Berliner sind "schockiert" über die Pläne des Senats und der Stadionbetrieber. Marc-André ter Stegen spekuliert über einen Verbleib beim FC Barcelona.

Bundesliga, Hertha: Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss in den kommenden Jahren offenbar mit deutlich höheren Kosten für die Nutzung des Berliner Olympiastadions rechnen. Die bisherige Miete von knapp vier Millionen Euro pro Jahr soll ab 2017 auf 7,5 Millionen Euro erhöht werden. Das berichten mehrere Medien nach einem Treffen zwischen Klub, Senat und Betreibergesellschaft in Berlin. Außerdem soll der Klub die Catering-Rechte in Höhe von gut 1,5 Millionen Euro pro Jahr abtreten. Für den neuen Vertrag strebt der Stadionbesitzer eine Laufzeit von 15 Jahren an. Insgesamt würden sich dadurch Herthas Kosten für die Nutzung der Arena im geplantenn Zeitraum auf rund 135 Millionen Euro summieren.

Bislang profitierte der Hauptstadt-Klub meist von den guten Bedingungen des Senats. Die Jahresmiete lag unter dem Bundesliga-Schnitt von 4,7 Millionen Euro. In schwierigen Phasen hatte der Arena-Besitzer sogar auf Zahlungen verzichtet. Doch mittlerweile geht es dem Klub finanziell besser, so dass der Senat seine Forderungen anpassen möchte. Herthas Manager Michael Preetz reagierte laut Bild "schockiert". Pikant: Preetz hatte vor wenigen Wochen erklärt, dass der Klub den Bau eines eigenen Stadions plane. Das Projekt benötige aber Zeit. Zunächst ist Hertha auf einen neuen Vertrag ab 2017 mit dem Senat angewiesen.

Fußball, Verträge: Kevin Großkreutz hat dem VfB Stuttgart auch für den Abstiegsfall die Treue geschworen. Sollte es für die Schwaben nicht reichen, "würde ich niemals so den Verein verlassen, sondern es wieder ausbügeln. Ich brenne. Dafür habe ich zu viel Stolz", schrieb der 27 Jahre alte Fußball-Weltmeister bei Instagram. Großkreutz war im Januar nach einem halben Jahr ohne Einsatz von Galatasaray Istanbul nach Stuttgart gewechselt. Zwei Spieltage vor Schluss liegt der VfB auf dem 17. Tabellenplatz.

Nationaltorwart Marc-André ter Stegen will derweil dem FC Barcelona zufolge auch weiter für die Katalanen auflaufen. "Es ist ein wunderschöner Ort, um zu leben", wurde der 24-Jährige am Mittwoch auf der Internetseite des Vereins zitiert. "Ich fühle mich wohl hier und will bei diesem Club bleiben und das schöne Leben fortsetzen, das ich habe."

Da ter Stegen bei den Katalanen regulär nur in der Champions League und im Pokal spielt, in der Liga aber sein chilenischer Konkurrent Claudio Bravo den Vorzug erhält, hatte der frühere Gladbacher zuletzt offen mit einem Vereinswechsel kokettiert. "Ich möchte den nächsten Schritt machen und mehr spielen", sagte er noch Ende März. "Deswegen ist die Situation klar: Wenn sich nichts ändert, müssen wir zwangsläufig reden. Im Fußball geht es manchmal sehr schnell." Er steht noch bis Ende Juni 2019 bei Barcelona unter Vertrag.

Fußball, Türkei: Lukas Podolski ist mit Titelverteidiger Galatasaray Istanbul ins türkische Pokalfinale eingezogen. Dem Rekord-Cupgewinner (16 Titel) genügte nach dem 3:1-Hinspielerfolg gegen den Ligarivalen Caykur Rizespor im Rückspiel vor heimischem Publikum ein 0:0. Podolski (30) wurde in der 87. Minute ausgewechselt, im Hinspiel hatte er noch den Endstand besorgt. Finalgegner am 25. Mai in Antalya wird voraussichtlich Stadtrivale Fenerbahce sein, das gegen Konyaspor nach dem 3:0 aus dem Hinspiel als klarer Favorit ins Rückspiel am Donnerstag geht.

Fußball, Mario Gomez: Mario Gomez hält trotz nicht gezogener Klausel einen Verbleib bei Besiktas Istanbul für gut möglich, will aber erst im Sommer eine Entscheidung fällen. Er habe "definitiv nicht entschieden, Besiktas zu verlassen", schrieb der 30-Jährige bei Facebook: "Und all die, die meinen sie wissen etwas, wollen nur Unruhe reinbringen."

Er habe "immer gesagt, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, hier zu bleiben. Mit diesen geilen Fans in diesem Hammer-Stadion", äußerte der Torjäger weiter. Eine Entscheidung werde aber nicht zeitnah fallen. "Wie ich schon letzte Woche gesagt habe, lasst uns erst Meister werden. Alle zusammen", schrieb er. Sein Berater werde "nach der Saison mit Florenz und Besiktas Gespräche führen. Aber nicht jetzt in dieser für uns wichtigen Situation!"

Mitte April hatte Gomez eine fünf Spieltage vor dem Saisonende auslaufende Klausel zum automatischen Verbleib beim türkischen Tabellenführer verstreichen lassen. Er will offenbar zunächst abwarten, ob sich Besiktas über den Meistertitel für die Champions League qualifiziert und wie der Kader im kommenden Jahr aussieht. Nach aktuellem Stand steht Gomez ab 1. Juli wieder beim AC Florenz unter Vertrag, eine Rückkehr in die Toskana ist jedoch unwahrscheinlich.