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Bundesliga:Hertha BSC bekommt weitere 150 Millionen Euro

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt

Beim Blick in die Zukunft wird den Berlinern nicht bange

(Foto: dpa)

Investor Windhorst sorgt für das nächste Finanzpaket in Berlin. Jörg Schmadtke verlängert als Sportchef in Wolfsburg, die Leichtathleten können nun doch auf Mittelstrecken-Disziplinen bei der Deutschen Meisterschaft hoffen.

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Hertha BSC, Geld: Hertha BSC bekommt das nächste dicke Finanzpaket in Höhe von 150 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst. Wie der Berliner Fußball-Bundesligist am Mittwoch bekanntgab, zahlt Windhorsts Beteiligungsgesellschaft Tennor im Juli erst 50 Millionen Euro und stellt im Oktober weitere 100 Millionen Euro Eigenkapital zur Verfügung. Im Gegenzug erhält Tennor nun insgesamt 66,6 Prozent Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co. KgaA, hieß es. Der Mutterverein Hertha BSC e.V. stellt jedoch auch weiterhin die Geschäftsführung.

Hertha-Präsident Werner Gegenbauer sprach von einem "weiteren herausragenden Schritt. Hertha stand wirtschaftlich in seiner Geschichte nie besser da." Windhorst sagte: "Dies unterstreicht unser langfristiges Engagement, gerade in schwierigen Corona-Zeiten." Der Aufsichtsrat und das Präsidium des Vereins sowie der Aufsichtsrat und Beirat der KGaA stimmten einstimmig zu. Windhorst hatte eine weitere Zahlung seit Monaten in Aussicht gestellt. Er hatte über Tennor 2019 für 224 Millionen Euro insgesamt zunächst 49,9 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA erworben. An seinen Sitzen im Aufsichtsrat wird die erhöhte Beteiligung nichts verändern, es bleibt bei vier von neun Posten, die er besetzen darf.

VfL Wolfsburg, Vertragsverlängerung: Sportchef Jörg Schmadtke vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat sich mit dem Aufsichtsrat des Vereins auf eine Verlängerung seines Vertrags bis 2022 geeinigt. Die Niedersachsen bestätigten der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch entsprechende Berichte der "Sport Bild", des "Kicker" und des "Sportbuzzer". Der 56-Jährige arbeitet seit 2018 als Geschäftsführer für die Niedersachsen, sein alter Kontrakt läuft bis 2021. "Von meiner Seite hat es die mündliche Zusage für ein weiteres Jahr gegeben, von der anderen Seite auch", wird Schmadtke vom "Sportbuzzer" zitiert. Unterschrieben ist der Kontrakt noch nicht.

"Es macht Spaß, hier zu arbeiten. Und wir sind noch nicht am Ende. Ich bleibe gerne beim VfL, weil ich Lust darauf habe, den Verein weiter voranzubringen und Projekte umzusetzen", sagte Schmadtke. Jeweils im Winter wolle man sich zusammensetzen und entscheiden, wie es weitergehen solle. Ein halbes Jahr vor Vertragsende solle entschieden werden, ob der Kontrakt erneut verlängert wird. "Das ist für alle Beteiligten eine sehr gute Lösung", erklärte der einstige Torwart, der zuvor beim 1. FC Köln tätig war.

Leichtathletik, Deutsche Meisterschaften: Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) will bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig (8./9. Juli) nun doch die Laufwettbewerbe über 1500 und 5000 m sowie 3000 m Hindernis ins Programm nehmen. Ein entsprechendes Durchführungs- und Hygiene-Konzept wurde der Stadt Braunschweig und dem Land Niedersachsen bereits zur Prüfung vorgelegt, wie der Verband am Mittwoch mitteilte. "Die erfolgreichen bundesweiten Bemühungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und die damit verbundenen schrittweisen Lockerungen der behördlich angeordneten Schutzmaßnahmen eröffnen uns die Möglichkeit, unser DM-Konzept um die noch fehlenden Wettbewerbe zu erweitern", sagte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska: "Wir hoffen, dass wir in Braunschweig deutsche Meisterschaften mit dem vollständigen Programm der Einzel-Disziplinen erleben können. Das war unser Ziel, und entsprechend haben wir in vielen Gesprächen und Abstimmungen darauf hingearbeitet."

Wegen behördlicher Vorgaben im Zuge der Coronakrise hatten die Laufwettbewerbe ursprünglich nicht auf dem Meisterschafts-Programm gestanden, der Sicherheitsabstand bei diesen Disziplinen hätte nicht gewährleistet werden können - Stars wie Hindernis-Europameisterin Gesa Felicitas Krause hatten die Pläne daraufhin stark kritisiert.

In Niedersachsen gilt für Sport ein Mindestabstand von 2 m, Wettkämpfe in Kontaktsportarten sind verboten. "Sollten diese Regelungen nicht rechtzeitig vor der DM aufgehoben werden, will der DLV unter der Voraussetzung von mindestens zwei negativen Corona-Tests der teilnehmenden Athleten sowie mithilfe detaillierter Anreise-, Unterbringungs- und Abstands-Regelungen eine Zulassung der Lauf-Wettbewerbe erwirken", teilte der Verband weiter mit.

© SZ.de/sid/dpa/ska
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