Bundesliga Hecking: "Dann haben wir Trainer alle ein Problem"

Erbost: Gladbachs Trainer Dieter Hecking.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Gladbachs Coach kritisiert den Umgang mit seinen Kollegen in der Bundesliga. Die AfD scheitert mit einer Strafanzeige gegen Eintracht-Boss Peter Fischer.

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Gladbach, Hecking: Dieter Hecking sorgt sich um den Respekt vor Fußball-Lehrern und wirbt um mehr Vertrauen der Vereine in die Arbeit seiner Kollegen. "Mir missfällt, wie schnell unsere Arbeit schlechtgeredet wird. Die Ungeduld, die sich inzwischen schon nach zwei, drei schwächeren Spielen breitmacht, ist völlig überzogen", klagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach in der Sport Bild. "Wenn wir wirklich nur noch nach den nackten Ergebnissen der letzten vier, fünf Wochen beurteilt werden, dann brauchen wir künftig nur noch von einer bis zur nächsten Länderspielpause zu denken. Diese Entwicklung halte ich für gefährlich."

Hecking ergriff Partei für seinen am 7. Oktober beim VfB Stuttgart freigestellten Kollegen Tayfun Korkut. "Ich habe gelesen, dass Tayfun Korkut seit seinem Amtsantritt aus 21 Spielen 36 Punkte geholt hat. Ohne die Hintergründe der Entlassung zu kennen, sage ich: Wenn so eine Bilanz nicht ausreicht, um als Trainer des VfB Stuttgart auch mal eine schwächere Phase überstehen zu können und Vertrauen zu genießen, haben wir Trainer alle ein Problem." Zudem verwies Hecking auf die jüngste Diskussion über den neuen Münchner Coach Niko Kovac: "Der FC Bayern galt unter Niko Kovac vor drei Wochen noch als unschlagbar. Zwei Spieltage später wird von einer Kovac-Krise gesprochen. Da stimmt im Moment etwas ganz grundsätzlich nicht."

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Eintracht Frankfurt: Nach einem Streit zwischen Peter Fischer und der AfD hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Präsidenten des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt eingestellt. Anfang des Jahres hatten die Landessprecher der AfD Hessen Strafanzeige gegen Fischer wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt sagte am Mittwoch, Fischers Äußerungen seien "vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt". Vorausgegangen war ein öffentlicher Schlagabtausch des Eintracht-Präsidenten mit der AfD Hessen. Ende 2017 hatte Fischer in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gesagt: "Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen." Nach Kritik aus der AfD legte er in einem Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk nach: "Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben."

Die AfD Hessen kündigte an, Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens einzulegen. "Wir werden mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens vorgehen und zunächst in Kürze Beschwerde einlegen", sagte Landessprecher Klaus Herrmann.

Basketball, Euroleague: Dem deutschen FC Bayern München ist in der europäischen Königsklasse ein überraschender Heimerfolg gegen den griechischen Topclub Panathinaikos Athen gelungen. In der Euroleague gewannen die Bayern am Dienstagabend gegen den Champion von 2011 mit 80:79 (40:41). Bester Werfer der Gastgeber wurde Nihad Djedović mit 19 Punkten.Erstmals kam auch Derrick Williams bei den Münchnern zum Einsatz. Der ehemalige NBA-Profi konnte mit lediglich fünf Punkten aber noch nicht vollends überzeugen. Bereits am Donnerstag sind die Münchner in der europäischen Königsklasse zu Gast beim FC Barcelona.

Nach der deutlichen 71:90-Auftaktpleite vor einer Woche gegen Istanbul hielten die Münchner diesmal die Partie lange Zeit offen. Nach einem Dreier des Finnen Petteri Koponen zum 59:58 führte der FC Bayern erstmals in der zweiten Halbzeit. Mit einem 6:0-Lauf zogen die Münchner ein wenig davon (73:68).In der Schlussphase wurde es hektisch. Das Team von Trainer Dejan Radonjić blieb zunächst aber nervenstark. Topscorer Djedović traf wichtige Freiwürfe und hielt Athen auf Distanz. Nach zwei vergebenen Freiwürfen von Devin Booker fünf Sekunden vor dem Ende bekamen die Gäste noch die Chance zum Sieg, jedoch konnte Vladimir Lučić mit einem Ballgewinn den Sieg festhalten.

Fußball, DFB: Die deutsche U21 hat die EM-Qualifikation mit einem Sieg beendet. Die als Gruppensieger bereits für die Europameisterschaft qualifizierte Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz gewann am Dienstag in Heidenheim mit 2:0 (2:0) gegen Irland. Vor 3229 Zuschauern erzielten Jani Serra (32. Minute) und der herausragende Levin Öztunali (40.) die Tore. Im Vergleich zum 2:1 am Freitag gegen Norwegen, als das EM-Ticket gelöst wurde, stellte Kuntz sein Team auf zehn Positionen um.Europameister Deutschland beendet die Qualifikationsrunde mit acht Siegen aus zehn Spielen, bei einem Remis und einer Niederlage. Bei der EM im kommenden Jahr in Italien und San Marino will die Kuntz-Auswahl ihren Titel erfolgreich verteidigen.

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