Bundesliga Hansi Flick soll nach Hoffenheim zurückkehren

Bald in der Bundesliga? Hansi Flick soll in Hoffenheim anheuern.

(Foto: dpa)

Angeblich liegt dem ehemaligen DFB-Sportdirektor ein Angebot vor. Der HSV suspendiert drei Profis. Der DFB reagiert auf den Zuschauerschwund bei Länderspielen.

TSG Hoffenheim, Sportchef: Hansi Flick kehrt möglicherweise zu seinen Wurzeln zurück. Dem ehemaligen Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) soll ein unterschriftsreifer Vertrag des Bundesligisten 1899 Hoffenheim vorliegen, wo er von 2000 bis 2005 als Trainer gerarbeitet hatte. Flick ist Berichten des Fachmagazins kicker zufolge der Wunschkandidat von Mehrheitseigner Dietmar Hopp, der den Verein breiter aufstellen möchte.In welcher Funktion der 52-Jährige, der in Heidelberg geboren wurde und unweit des Hoffenheimer Trainingszentrums wohnt, eingespannt werden soll, ist allerdings noch offen.

Hamburger SV, Suspendierungen: Trainer Markus Gisdol greift beim abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Hamburger SV durch. Zwei Tage nach der 0:4-Pleite beim FC Augsburg wurden Ex-Kapitän Johan Djourou sowie Nabil Bahoui und Ashton Götz suspendiert und gehören ab sofort "nicht mehr dem Kader des HSV an", wie der Bundesligist am Dienstagnachmittag via Twitter mitteilte. "Wir haben noch drei Spiele, in denen wir alles selbst richten können. Wir müssen in dieser entscheidenden Phase alles unserer Mission unterordnen. Deshalb haben wir entschieden, unsere Kräfte noch einmal zu bündeln und unsere Trainingsgruppe für den Saison-Endspurt zu verkleinern", sagte HSV-Sportchef Jens Todt zu der Maßnahme.

VfL Wolfsburg, Strafe: Der VfL muss im Bundesliga-Abstiegskampf nur für ein Spiel auf Luiz Gustavo verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den Brasilianer wegen unsportlichen Verhaltens zusätzlich mit einem Bußgeld von 15 000 Euro bestraft, teilte der DFB am Dienstag mit. Das Gericht sah aber von einer zusätzlichen Sperre ab.Gustavo hatte nach seiner Gelb-Roten-Karte am vergangenen Samstag in der Partie gegen Bayern München, für die er automatisch für ein Spiel gesperrt ist, versucht, Schiedsrichter Felix Zwayer zu attackieren. Er wird dessen ungeachtet nun aber nur am Samstag bei Eintracht Frankfurt ausfallen.Der Spieler und sein Verein haben dem Urteil zugestimmt. Es ist damit rechtskräftig.

DFB, Länderspiele: Nach zuletzt sinkenden Zuschauerzahlen plant der Deutsche Fußball-Bund Länderspiele auch in kleineren Stadien auszutragen. "Wir wollen künftig mit Länderspielen auch in Regionen gehen, in denen wir lange nicht mehr waren. Das heißt, wir planen von der Auflage abzugehen, dass ein Stadion ein Fassungsvermögen von mindestens 40.000 Zuschauern haben muss", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel der am Mittwoch erscheinenden Sport Bild.

Die Voraussetzungen in den Bereichen Hospitality, Medien-Arbeitsplätze und beim Thema Sicherheit müssten natürlich erfüllt sein, so Grindel. Das Zuschauerinteresse bei Länderspielen der Nationalmannschaft war zuletzt rückläufig. Selbst der Klassiker gegen England (1:0) in Dortmund Ende März war mit knapp über 60.000 Zuschauern nicht ausverkauft. Das Abschiedsspiel von Bastian Schweinsteiger gegen Finnland (2:0) im August 2016 wollten in Mönchengladbach nur knapp über 30.000 Fans sehen.

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Fußball in England: Der fünfmalige englische Fußball-Meister FC Chelsea und Verfolger Tottenham Hotspur steuern im Gleichschritt auf das Meisterschaftfinale zu. Der Spitzenreiter gewann beim FC Everton 3:0 (0:0), Tottenham siegte im prestigeträchtigen Nord-Londoner Derby gegen den FC Arsenal mit Weltmeister Mesut Özil 2:0 (0:0). Damit haben die Blues vier Spieltage vor Saisonende weiter nur vier Punkte Vorsprung auf die Spurs.Im Kampf um die Champions-League-Plätze haben Manchester City und Rekordmeister Manchester United wichtige Punkte liegen gelassen und Jürgen Klopps FC Liverpool unter die Arme gegriffen. United kam im Heimspiel gegen den Abstiegkandidaten Swansea City nur zu einem 1:1 (1:0), City spielte mit dem Anfang der zweiten Halbzeit eingewechselten Nationalspieler Leroy Sané beim Vorletzten FC Middlesbrough 2:2 (0:1).

Liverpool gewann am Montagabend 1:0 (1:0) beim FC Watford und liegt auf dem dritten Tabellenrang, drei Punkte vor den Citizens und vier vor United, hat aber bereits ein Spiel mehr ausgetragen. Das Siegtor für die Reds erzielte Nationalspieler Emre Can (45.+2) mit einem spektakulären Fallrückzieher.

Die Treffer für Chelsea erzielten Pedro (66.), Gary Cahill (79.) und Willian (86.), Tottenham gewann dank eines Doppelschlages von Dele Alli (55.) und Harry Kane (58., Foulelfmeter). Özil spielte durch, konnte aber nicht auftrumpfen. Per Mertesacker und Shkodran Mustafi fehlten verletzt.Middlesbrough ging gegen City durch Alvaro Negredo (38.) und Calum Chambers (77.) zweimal in Führung, doch die Gäste glich durch Sergio Agüero (69., Foulelfmeter) und Gabriel Jesus (85.) beide Male aus. United lag dank eines verwandelten Foulelfmeters von Wayne Rooney (45.+3) vorne, doch der ehemalige Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson (79.) besorgte für Swansea den Ausgleich.

Snooker, WM: Der Engländer Mark Selby hat seinen Titel verteidigt und ist zum dritten Mal Snooker-Weltmeister geworden. Der 33-Jährige setzte sich im Crucible Theatre in Sheffield im Finale der Serie best of 35 gegen den viermaligen Champion John Higgins aus Schottland mit 18:15 Frames durch. Selby, der seit über zwei Jahren die Weltrangliste anführt, kassierte für seinen neuerlichen Triumph eine Prämie von 441.000 Euro.Mark Selby hatte bereits 2007 in seinem ersten WM-Finale gegen Higgins gespielt, damals unterlag er mit 13:18. Bei seinem ersten Titelgewinn 2014 setzte er sich im Finale gegen Snooker-Legende Ronnie O'Sullivan durch, der dieses Mal im Viertelfinale am Chinesen Ding Junhui gescheitert war. Im vergangenen Jahr hatte Selby just an dem Abend gegen Ding triumphiert, an dem der Fußballklub aus seiner Heimatstadt Leicester die Meisterschaft in der Premier League gewann.Das Crucible Theatre war zum 40. Mal Schauplatz der WM-Entscheidung. Der Vertrag mit der "Kathedrale des Snooker" läuft noch bis 2027.

Basketball, NBA: Die Cleveland Cavaliers sind mit einem Sieg in die zweite Playoff-Runde der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA gestartet. Der Titelverteidiger gewann am Montag (Ortszeit) gegen die Toronto Raptors mit 116:105 (62:48) und liegt in der "Best-of-Seven"-Serie mit 1:0 in Führung. Überragend bei den Gastgebern war Superstar LeBron James. Der US-Amerikaner erzielte 35 Punkte und holte zehn Rebounds. Spiel zwei findet am Mittwoch erneut in Cleveland statt. "Du weißt nie, wie du nach acht Tagen ohne Spiel in so ein Match reinkommst, aber es war phänomenal", schwärmte James. Der dreifache NBA-Champion hatte sogar Zeit für einen Spaß. Nach einem erfolgreichen Korbwurf schnappte er sich die Bierflasche einer Zuschauerin und tat so, als würde er einen Schluck zu sich nehmen. "Sie hatte ein Bier und ich habe zugegriffen. Aber ich bin kein Bier-Typ. Wenn sie ein Glas Rotwein gehabt hätte, hätte ich vielleicht einmal genippt", witzelte James. Eine überraschend deutliche 99:126-Niederlage kassierten die San Antonio Spurs in Spiel eins in heimischer Arena gegen die Houston Rockets. Während bei den Gästen das Trio Trevor Ariza (23 Punkte), Superstar James Harden (20) und Patrick Beverley (20) überragte, spielte bei den Spurs lediglich Kawhi Leonard (21) in Normalform. Das zweite Match steigt am Mittwoch (Ortszeit) wieder in San Antonio.