Bundesliga:Leroy Sané erlöst die Bayern

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FC Bayern München v DSC Arminia Bielefeld - Bundesliga

Endlich ein Tor: Bayerns Leroy Sané (rechts) schreit seine Freude heraus.

(Foto: Sebastian Widmann/Getty Images)

Die Münchner rennen mehr als eine Stunde gegen tapfer verteidigende Bielefelder an - ehe Sané aus der Distanz erfolgreich abzieht. Durch den Sieg holen sich die Bayern die Tabellenführung zurück.

Der FC Bayern hat Borussia Dortmund dank Leroy Sané nach nur drei Stunden wieder von der Tabellenspitze der Bundesliga gestoßen, muss sich im Klassiker aber deutlich steigern. Zwei Tage nach der turbulenten Mitgliederversammlung kam die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann gegen Außenseiter Arminia Bielefeld trotz klarer Überlegenheit nur zu einem 1:0 (0:0)-Arbeitssieg. Vor dem direkten Duell beim BVB am kommenden Samstag liegen die Münchner damit einen Zähler vor dem Herausforderer.

Der starke Sané erlöste die wenig effektiven Bayern mit seinem neunten Pflichtspieltreffer (71.), einem traumhaften Schlenzer ins linke obere Toreck. Mit ihrem 102. Tor im Kalenderjahr übertrafen die Münchner den bisherigen Rekord des 1. FC Köln.

Die Bayern leisteten sich vor Pandemie-bedingt nur 12 000 Zuschauern anfangs ein paar kleine Schlampereien. Die erste Chance gehörte Arminia-Kapitän Fabia Klos (6.). Dann rollte Angriff um Angriff auf das Gäste-Tor, Schlussmann Stefan Ortega rückte in seinem 200. Pflichtspiel für Bielefeld ins Rampenlicht. Er parierte gegen Thomas Müller (7./21.), Sané (11.) und Alphonso Davies (16.), Robert Lewandowski schoss vorbei (24.).

Die meist weit aufgerückten Bayern blieben anfällig für Konter, die Bielefeld aber höchst selten bis vor Manuel Neuers Tor brachte. Als Masaya Okugawa doch einmal durchbrach und alleine auf Neuer zulief, stand der Japaner klar im Abseits (28.). Davies (34.) und Lewandowski (38.) kamen vor der Pause zu weiteren Gelegenheiten. Doch das Spiel des Favoriten war nun längst nicht mehr so zwingend wie in dessen Drangphase. Im und um den Strafraum agierte der deutsche Rekordmeister zu umständlich, auch bei Ecken entstand keine Gefahr. Gleich mit der ersten Möglichkeit in der zweiten Hälfte war Ortega dann geschlagen, doch Sanés Schuss zischte knapp vorbei (46.). Müller verstolperte den nächsten Hochkaräter (49.).

Trainer Nagelsmann sah all dies mit zunehmender Ungeduld. Doch was er auch rief und gestikulierte - es half zunächst nichts. Daher versuchte er es mit einer Änderung: Jamal Musiala sollte auf der ungewohnten Sechserposition für den schwachen Leon Goretzka (56.) die Statik verändern. Der Youngster war wie vier andere zuletzt wegen Corona isolierte Profis in den Kader zurückgekehrt. Und tatsächlich leitete Musiala den Angriff zur Führung ein. Über Müller gelangte der Ball zu Sané, der sehenswert vollstreckte. Kingsley Coman (77.) hatte die Möglichkeit zu erhöhen. Der eingewechselte Serge Gnabry traf die Latte (78.).

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