Beim Protest gegen die geplante Beteiligung eines Investors am Bundesligageschäft entwickelten die Fans vor zwei Jahren nicht nur unerwartete Beharrlichkeit, sondern auch überraschende Ausdrucksformen. Viele eher unpolitische Fernsehfußballzuschauer waren zwar genauso genervt wie die betroffenen Spieler, die Klubfunktionäre und die Vertreter der Deutschen Fußball Liga (DFL), wenn aus den Kurven wieder Tennisbälle, Flummis oder Schokotaler aufs Spielfeld flogen und die Spiele unterbrochen werden mussten. Doch als in Köln ferngelenkte Spielzeugautos durch die Strafräume kreuzten, vergeblich verfolgt von hinterherirrenden Ordnern, war das ebenso ein weithin respektierter Publicity-Coup wie die Nummernschlösser, mit denen Fans in Hamburg die Tore abgeriegelt hatten. Beziehungsreicher Code für die Entsperrung, enthüllt im Fanblock: 50(+)01 – die geheiligte Chiffre des deutschen Vereinsfußballs.
MeinungDFL-RekordzahlenDen Tennisballwerfern gebührt heute der Dank
Kommentar von Philipp Selldorf
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Zwei Jahre nach den Protesten im deutschen Profifußball präsentiert die DFL hervorragende Zahlen. Doch gut, dass man sich keinem Investor verpflichtet hat.
