MeinungBorussia DortmundMit Blick auf die Transferbilanzen kommt Kehls Abschied nicht überraschend

Kommentar von Freddie Röckenhaus, Dortmund

Lesezeit: 2 Min.

Dass Dortmund 2,3 Punkte pro Spiel in der Bundesliga geholt hat, wird eher Trainer Niko Kovac (li.) gutgeschrieben statt Sportdirektor Sebastian Kehl.
Dass Dortmund 2,3 Punkte pro Spiel in der Bundesliga geholt hat, wird eher Trainer Niko Kovac (li.) gutgeschrieben statt Sportdirektor Sebastian Kehl. Bernd Thissen/dpa

Der BVB muss sparen – und beim mentalen Kassensturz ist den Klub-Bossen offenbar aufgefallen, dass sie eine Umgestaltung lieber nicht mehr in die Hände von Sebastian Kehl geben.

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In amerikanischen Filmen schleichen die Leute, die Knall auf Fall gefeuert werden, meistens mit einem (immer schon irgendwie bereitstehenden) Pappkarton in den Armen, gefüllt mit ihren paar Büro-Habseligkeiten, aus dem Wolkenkratzer. Auch daran sieht man, wie froh man sein kann, in Europa zu leben. In Dortmund zum Beispiel führt man vor einem Arbeitsplatzverlust regelmäßig „gute Gespräche“, schaut sich tief in die Augen, wie Ingrid Bergman und Humphrey Bogart in „Casablanca“, und beide Seiten erkennen, dass man „den Weg getrennt weitergehen will“.

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Trennung zwischen Kehl und Dortmund
:Erst Happy End, dann abrupter Abschied

Nach dem umjubelten Comeback gegen den HSV wirkt Sebastian Kehl noch zuversichtlich, doch keine 24 Stunden später ist er seinen Job als BVB-Sportdirektor los – und wechselt womöglich ausgerechnet nach Hamburg.

SZ PlusVon Ulrich Hartmann

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