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Bundesliga:Philipp Lahm muss was tun

Und schließlich war da auch noch Philipp Lahm, der - man konnte das unter der Woche gerne vergessen - ja tatsächlich noch aktiv Fußball spielt. Er tat das auf seiner angestammten Rechtsverteidiger-Position und agierte wie Abseits des Platzes recht offensiv. Mehrfach tauchte er erstmals im Ingolstädter Strafraum auf. Er musste das tun, weil der FC Bayern komplett ohne Flügelspieler auf das Spielfeld in Ingolstadt lief. Kein Franck Ribéry (verletzt), kein Douglas Costa, kein Kingsley Coman, kein Arjen Robben. Die saßen alle auf der Bank.

"Die erste Hälfte war sehr schwierig, wir haben keinen Platz gefunden. Ingolstadt war defensiv richtig stark. Wir mussten alles geben", sagte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti nach dem Spiel. Kollege Maik Walpurigs sah das ähnlich: "Die Mannschaft hat sehr gut gegen den Ball gearbeitet und sehr gut verteidigt. Nach vorne haben wir nicht unseren besten Fußball gezeigt. Wir waren zu fahrig, aber aufgrund der Leidenschaft wäre ein Punkt verdient gewesen."

Nach der Pause bugsierte Mathew Leckie den Ball nach einem Eckball aus kurzer Distanz aber auch aus Abseits-Position über das Tor von Manuel Neuer und erinnerte den FC Bayern daran, dass sie hier gut und gerne verlieren könnten. Kurz darauf ließ Manuel Neuer Dario Lezcano mit einer Körperdrehung aussteigen. Das war stark, änderte aber auch nichts am Spielstand.

Kurz darauf wurde es Philipp Lahm zu viel. Die Münchner hatten Probleme im Mittelfeld, Lewandowski ließ sich zurückfallen, fehlte dann aber in der Sturmspitze. Lahm dribbelte dann tatsächlich drei Gegner aus, scheiterte dann aber am vierten Ingolstädter.

In der 67. Minute versuchte Lewandwoski dann auch einen Alleingang - mit dem gleichen Ergebnis. Drei ließ er aussteigen, am Vierten blieb er hängen. Es war symptomatisch für das Spiel: München brauchte Einzelaktionen. Ingolstadt spielte weiter nach Plan A. Roman Bregerie trat Kimmich rüde um, Lewandowski schubste ihn weg, beide bekamen Gelb und die Uhr lief weiter runter.

17 Minuten vor Schluss kam dann der Mann für Einzelaktionen: Arjen Robben. Der belebte das Spiel, half Lewandowski ganz vorne und der Pole knallte einen Schuss in der 83. Minute an die Latte - der 16. Aluminiumtreffer der Bayern in dieser Saison.

Es sah für kurze Zeit so aus, als würde der FC Bayern die Tabellenführung mit zwei Unentschieden ausbauen. Aber dann kamen Vidal und Robben.