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Bundesliga:Spitzenklubs helfen Vereinen in Not mit 20 Millionen Euro

DFB-Pokalfinale 2016: Karl-Heinz Rummenigge und Hans-Joachim Watzke

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (li.) und BVB-Chef Hans-Joachim Watzke wollen zusammen mit Leipzig und Leverkusen Klubs in Schieflage unterstützen.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Die vier Champions-League-Teilnehmer Bayern, Dortmund, Leipzig und Leverkusen zahlen 20 Millionen Euro in einen Topf ein, um in der Corona-Krise zu helfen.
  • Ziel ist es, Klubs zu unterstützen, die besonders hart von den Folgen der Pandemie betroffen sind.
  • "In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die stärkeren Schultern die schwächeren Schultern stützen", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Solidaraktion von Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen reagiert. "Diese Aktion unterstreicht, dass Solidarität in der Bundesliga und 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist", sagte DFL-Boss Christian Seifert: "Das DFL-Präsidium ist den vier Champions-League-Teilnehmern sehr dankbar im Sinne der Gemeinschaft aller Klubs."

Das Quartett zahlt insgesamt 20 Millionen Euro in einen Topf ein, der "in von der Corona-Krise ausgelösten Härtefällen Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga" helfen soll. 12,5 Millionen Euro davon sind noch nicht verteilte Medienerlöse, auf die verzichtet wird. 7,5 Millionen Euro steuern die Klubs selbst bei. Über die Verteilung entscheidet das DFL-Präsidium.

"In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die stärkeren Schultern die schwächeren Schultern stützen", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke meinte: "Wir haben immer gesagt, dass wir uns solidarisch zeigen werden, wenn Klubs unverschuldet durch diese absolute Ausnahmesituation in eine Schieflage geraten, die sie alleine nicht mehr beherrschen können."

Und Leipzigs Chef Oliver Mintzlaff betonte: "Die Bundesliga ist ein großartiger Wettbewerb und besteht aus einer Vielfalt von 36 Vereinen, die in der Krise an einem Strang ziehen müssen." Leverkusen Sportdirektor Rudi Völler ergänzte: "Ich habe meine Spielerkarriere in der 2. Liga begonnen, hatte auch dort eine tolle Zeit, ich kenne und schätze beide Ligen - sie sind ein kostbares Gut, das wir gemeinsam schützen müssen."

© SZ.de/sid/tbr
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