Bundesliga Der BVB verzweifelt in Nürnberg

Unzufrieden in Nürnberg: der BVB um Julian Weigl (r.).

(Foto: REUTERS)
  • Tabellenführer Borussia Dortmund kommt am 22. Spieltag nicht über ein 0:0 in Nürnberg hinaus.
  • Die Dortmunder Krise geht damit weiter, seit wartet der BVB seit fünf Pflichtspielen auf einen Sieg.
  • Nürnberg bleibt zwar Tabellenletzter, schöpft aber nach dem Trainerwechsel zu Boris Schommers wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib.

Lange drückte und drängte der Tabellenführer Borussia Dortmund an diesem Montagabendspiel in der Fußball-Bundesliga, doch es wollte ihm nichts gelingen. Beim Tabellenletzten 1. FC Nürnberg erwirtschaften die Dortmunder nur einen Punkt. Damit ist ihr Vorsprung auf den FC Bayern München nach 22 Spieltagen auf drei Punkte geschrumpft. Seit fünf Pflichtspielen wartet der BVB nun schon auf einen Sieg. Es wird wieder eng im Kampf um die deutsche Meisterschaft.

Nürnberg bleibt zwar Tabellen-18. in der Bundesliga, schöpft aber nach dem Trainerwechsel von Michael Köllner zu Boris Schommers wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenverbleib. Im ersten Spiel des gebürtigen Leverkuseners Schommers zeigten sich die Nürnberger kämpferisch deutlich verbessert.

Die Dortmunder Mannschaft von Trainer Lucien Favre, der sein 250. Bundesligaspiel absolvierte, knüpfte wieder einmal nicht an die überzeugenden Leistungen an, die sie über lange Zeit der Saison gezeigt hatte. Wieder einmal wurde der verletzte Kapitän Marco Reus schmerzlich vermisst, in der Offensive war zwar Mario Götze immer wieder gefährlich, aber letztlich nicht effektiv.

Favre, der auch ohne Christian Pulisic und Lukasz Piszczek auskommen musste, hatte seine Startelf im Vergleich zum 0:3 bei Tottenham Hotspur vor fünf Tagen in der Königsklasse auf vier Positionen verändert. Auch der im Wembley-Stadion auffällig schwache Außenverteidiger Achraf Hakimi erhielt eine Denkpause und wurde durch den gelernten Angreifer Marius Wolf ersetzt.

Götze scheitert im Privatduell gegen Mathenia

Die 50 000 Zuschauer im ausverkauften Max-Morlock-Stadion sahen eine Anfangsphase mit langen Ballbesitzphasen der Dortmunder. Der BVB tat sich allerdings schwer, Wege durch die dicht gestaffelte Club-Defensive zu finden. Die couragiert aufspielende Schommers-Elf präsentierte sich mutig und kam durch zwei Kopfbälle von Kapitän Hanno Behrens (28.) zu den ersten nennenswerten Chancen des Spiels.

Der Herbstmeister nahm nur langsam an Fahrt auf, erst gegen Ende der ersten Spielhälfte, die von einem Teil der Club-Fans immer wieder gestört wurde, kam es zwischen Götze und FCN-Torhüter Christian Mathenia zu einem Privatduell: Die BVB-Spitze scheiterte aber sowohl mit Schüssen (34., 35.) als auch per Kopf (45.) am starken Keeper. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang dem Club fast die Führung, doch BVB-Torwart Roman Bürki konnte gegen Matheus Pereira (45.+4) mit Mühe parieren.

Nach dem Seitenwechsel übernahm erneut der BVB das Kommando, doch Götze (53.) scheiterte wieder an Mathenia. Der Club kam nun kaum noch zum Entlastungsangriffen, verteidigte jedoch mit großem Einsatz und präsentierte sich ganz anders als zuletzt oder beim 0:7-Debakel im Hinspiel. Der Ball zirkulierte zwar teils minutenlang durch die Dortmunder Reihen, aber bis in die Schlussphase fehlten der Favre-Elf die entscheidenden kreativen Momente.

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