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Bundesliga:BVB muss zwei Partien bei der TSG ohne Fans bestreiten

Samstag 22 09 2018 Saison 2018 2019 1 Bundesliga 4 Spieltag in der Wirsol Rhein Neckar Arena Si; BVB-Fans

BVB-Fans im Auswärtsblock in Sinsheim.

(Foto: imago/Thomas Bielefeld)

Das DFB-Sportgericht betont aber, dass Kollektivstrafen die Ausnahme bleiben sollen. Bayern-Trainer Hansi Flick äußert sich zu seiner Zukunft.

Bundesliga, Borussia Dortmund:

Borussia Dortmund wird für das Fehlverhalten seiner Fans bei Auswärtsspielen in Hoffenheim zur Kasse gebeten und muss die kommenden beiden Partien bei der TSG ohne eigene Fans bestreiten. Diese Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) teilte der Verband am Freitag mit. Das Sportgericht widerrief damit im Fall um Beleidigungen gegen Mäzen Dietmar Hopp das Urteil der ausgesprochenen Bewährungsstrafe vom 2. November 2018 und verhängte zudem eine Geldstrafe von 50 000 Euro gegen den Verein. Die Borussia hat bereits zugestimmt. In Medienberichten war zuvor von einer Dreijahressperre die Rede. Der Widerruf sei "unausweichlich", urteilte Hans E. Lorenz als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts. "Das heutige Urteil ist aber keine Abkehr von der in den letzten Jahren praktizierten Linie, unsportliches Verhalten von Zuschauern mit Geldstrafen zu ahnden. Der Zuschauerausschluss bleibt eine Option für schwerwiegende Ausnahmefälle, in denen eine Geldstrafe unangemessen wäre", fügte Lorenz erklärend an. BVB-Fans hatten Hopp beim Gastspiel im Dezember 2019 zum wiederholten Male mit Plakaten, Spruchbändern und Gesängen beleidigt. Für die Mindereinnahmen durch die nicht verkauften Gästetickets muss Borussia Dortmund die TSG Hoffenheim in den kommenden beiden Spielzeiten zudem entschädigen, wie es vom DFB hieß.

Bundesliga, FC Bayern: Trainer Hansi Flick sieht die Diskussionen um seine Zukunft weiterhin gelassen. "Ich lebe in der Gegenwart. Es macht mir Spaß, das habe ich oft genug gesagt. Wir versuchen gute Arbeit abzuliefern, wir haben große Ziele. Was dann kommt, liegt in den Sternen", sagte der 54-Jährige vor dem Bundesligaspiel am Freitag (20.30 Uhr) gegen Schlusslicht SC Paderborn. Wenn sich der deutsche Fußball-Rekordmeister in der kommenden Saison für einen anderen Trainer entscheiden sollte, "geht meine Welt auch nicht unter", ergänzte Flick. Wichtig sei ohnehin, "dass wir eine erfolgreiche Saison spielen. Das ist normal beim FC Bayern." Auf angebliche Angebote von anderen Klubs wollte Flick erst gar nicht eingehen. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus.

Flick kündigte am Donnerstag das Startelf-Comeback von Alvaro Odriozola an. "Er wird von Beginn an spielen", sagte er. Der 24 Jahre alte Spanier ersetzt den gesperrten Benjamin Pavard. Odriozola, den die Münchner im Winter von Real Madrid ausgeliehen haben, absolvierte bisher nur einen Kurzeinsatz im Pokal gegen Hoffenheim (4:3). Zudem dürfte Lucas Hernandez für den ebenfalls gesperrten Jerome Boateng in der Innenverteidigung auflaufen.

Eishockey, Köln: Der Absturz der Kölner Haie geht weiter und weiter. "Wir finden momentan einfach keinen Weg, ein Spiel für uns zu entscheiden", sagte Stürmer Jason Akeson nach dem 1:2 (0:0, 1:1, 0:1) beim ERC Ingolstadt voller Frust. Pünktlich zu Karneval kann der ruhmreiche Klub den Negativrekord in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einstellen.

Die Haie haben zum bislang letzten Mal am zweiten Weihnachtsfeiertag gewonnen (4:1 bei den Grizzlys Wolfsburg) und seitdem 16 Niederlagen in Serie kassiert. 2003 hatten die Schwenninger Wild Wings von Januar bis März 18 aufeinanderfolgende Pleiten hinnehmen müssen. Verliert der KEC auch am Freitag bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven und am Dienstag gegen Wolfsburg, ist kurz vor Aschermittwoch die peinliche Marke erreicht. "Sie haben mehr Tore als wir, so einfach ist das Ganze", analysierte der Kanadier Akeson bei MagentaSport: "Momentan läuft es bei uns nicht, und daran muss etwas geändert werden. So macht das nämlich keinen Spaß." ERC-Schlussmann Jochen Reimer machte dem Gegner etwas Mut: "Trotz der Niederlagenserie kämpfen sie und haben eine super Truppe. Das war kein Selbstläufer, und da muss man den Hut vor Köln ziehen."

In Ingolstadt brachte Brandon Mashinter (22.) die Gastgeber zu Beginn des Mitteldrittels in Führung, Jonathan Matsumoto (37.) glich für die Kölner aus. Maurice Edwards (51.) sorgte für den Sieg der Schanzer. Köln kassierte beide Gegentore in Unterzahl, von 36 Schüssen auf das Tor waren 35 erfolglos. Während der ERC zwei seiner vier Powerplays nutzte, konnten die Haie aus sieben Überzahlsituationen nichts machen.

Bundesliga, Borussia Dortmund: Der BVB beschreitet neue Wege und geht erstmals in seiner Geschichte mit zwei Trikotsponsoren in die Saison. In der Bundesliga wird ab 2020/21 das Logo des Kommunikationsunternehmens 1&1 das BVB-Trikot zieren, der aktuelle Hauptsponsor Evonik ist künftig nur noch bei internationalen Pokalwettbewerben, im DFB-Pokal und bei Freundschaftsspielen im Ausland zu sehen. Die Verträge mit beiden Sponsoren laufen bis 2025. "Für uns ist der heutige Tag ein Meilenstein auf dem Weg der wirtschaftlichen und damit auch sportlichen Weiterentwicklung des BVB", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Das 1&1-Logo, eigentlich blau-weiß und damit in den Farben des Dortmunder Erzrivalen Schalke 04 gehalten - wird auf den Trikots schwarz-weiß sein. Der Vertrag soll der Borussia laut Medienberichten erfolgsabhängig pro Jahr 12 bis 15 Millionen Euro einbringen. Gemeinsam mit den Evonik-Einnahmen könnte der achtmalige deutsche Meister über das Trikotsponsoring dann im Schnitt 40 Millionen Euro pro Saison generieren. Erst Ende November hatten die Schwarz-Gelben mit Ausrüster Puma bis 2028 verlängert. Dafür soll der Tabellendritte rund 250 Millionen Euro kassieren.

Baseball, Doping: Mit Pablo Reyes von den Pittsburgh Pirates ist zum zweiten Mal in dieser Woche ein Spieler der nordamerikanischen Baseball-Profiliga MLB wegen Dopings gesperrt worden. Reyes erhielt nach einem positiven Test auf das leistungssteigernde Steroid Boldenon eine Sperre von 80 Spielen, wie die Liga am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Wegen der gleichen Substanz war am Montag bereits Francis Martes für die komplette Saison 2020 gesperrt worden. Für den Werfer der Houston Astros war es bereits das zweite Dopingvergehen. Er war erst im März vergangenen Jahres positiv auf Clomifen, ein Fruchtbarkeitsmedikament für Frauen, getestet und in der Folge 80 Spiele gesperrt worden. Der flexibel einsetzbare 26-jährige Reyes stammt wie Martes aus der Dominikanischen Republik und spielte in den vergangenen beiden Jahren für Pittsburgh auf der Position eines Out- und Infielders und erzielte unter anderem fünf Homeruns. Erst im Januar wurde er zum Minor-League-Team Tripe-A Indianapolis geschickt.

NHL, Leon Draisaitl: Der Nationalspieler ist erstmals seit fünf Spielen wieder ohne Scorerpunkt geblieben. Der Stürmer von den Edmonton Oilers war beim 1:2 nach Verlängerung gegen die Boston Bruins nicht am einzigen Treffer der Gastgeber beteiligt. Der 24-Jährige aus Köln hatte in den vorherigen fünf Einsätzen insgesamt zwölf Punkte (5 Tore, 7 Assists) verbucht. Draisaitl führt weiter in der Scorerliste mit 95 Punkten (34 Tore, 61 Assists) vor Nathan MacKinnon (Colorado Avalanche, 84/33+51) und David Pastrnak (84/43+41), der die Bruins in der Overtime zum Sieg schoss. Edmonton (71 Punkte) ist weiter Spitzenreiter der Pacific Division, Boston (88) festigte seine Position als Nummer eins der Liga.

Fußball, Olympia: U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hat mit Thomas Müller (30) über einen möglichen Einsatz bei den Olympischen Spielen in Tokio geredet. "Ja, genau. Ich habe mit ihm gesprochen", sagte Kuntz dem TV-Sender Sport1, "aber auch mit anderen erfahrenen Spielern mit großen Namen. Die sagen alle zu Recht, dass sie den Mai abwarten wollen, um zu sehen, wie viele Spiele sie gemacht haben, wie ihre Vertragssituation ist und ob Olympia in ihre Planungen passt." Kuntz hatte Müller auf eine Liste mit rund 50 möglichen Kandidaten gesetzt, die der Nationalen Anti-Doping-Agentur bis zum 15. Januar gemeldet werden mussten. Bei dem olympischen Fußball-Turnier im Sommer dürfen pro Team drei Akteure dabei sein, die vor dem 1. Januar 1997 geboren sind.

© Sz.de/dpa/sid/schm/tbr
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