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Borussia Mönchengladbach:Drei Tore in 18 Minuten

Borussia Mönchengladbach - Arminia Bielefeld

Drei Torschützen: Gladbachs Ramy Bensebaini (2.v.re.) bejubelt sein Tor zum 3:0 mit Marcus Thuram (re.) und Breel Embolo. Der traf sogar doppelt.

(Foto: Bernd Thissen/dpa)

Borussia Mönchengladbach gelingt gegen Arminia Bielefeld ein überdeutliches 5:0. Dem chancenlosen Abstiegskandidaten aus Bielefeld bereitet jetzt das Torverhältnis Sorgen.

Von Ulrich Hartmann, Mönchengladbach

Am kommenden Wochenende erfahren die Fußballer von Borussia Mönchengladbach vielleicht, ob ihr derzeit siebter Tabellenplatz am Saisonende zu etwas gut wäre. Sollten die angehenden Europapokal-Teilnehmer Dortmund und Leipzig ins Endspiel des DFB-Pokals einziehen, dann würde sich der Siebte des Abschlussklassements für Playoffs zum neuen, dritten Europapokal-Wettbewerb namens Conference League qualifizieren. Für Gladbach wäre die Teilnahme dort ein kleiner Trost dafür, dass es in dieser Saison nicht für die Champions League und wohl auch nicht mehr für die Europa League reicht. Insofern hat das 5:0 (3:0) am Sonntagabend gegen Arminia Bielefeld wenigstens diese Hoffnung genährt.

Für Bielefeld sind ganz andere Dinge relevant. Die Ostwestfalen versuchen unter allen Umständen Tabellen-15. zu bleiben, um nicht an der Relegation teilnehmen zu müssen; und falls doch, dann die Relegation zu gewinnen, um nicht in der zweiten Liga zu landen. Zu diesem Zweck hatte man vor zwei Monaten den Trainer Uwe Neuhaus durch Frank Kramer ersetzt. Mit ihm hat man respektable zwölf Punkte aus den ersten acht Spielen geholt, ehe man nun erstmals nach vier Partien wieder mit einer Niederlage zu Bett gehen musste. Am knappen Vorsprung vor dem 1. FC Köln auf dem Relegationsplatz änderte die stramme Niederlage zwar nichts. Aber das Torverhältnis bereitet jetzt halt Sorgen.

Und wenn's für Gladbach am Ende nicht für einen europäischen Wettbewerb reichen sollte? "Nicht dramatisch!", behauptet der Sportdirektor Max Eberl. Finanziell kalkuliere man ohnehin nicht mit europäischen Einnahmen, und bei Spielerverträgen spiele das auch nicht so die Rolle, weil Fußballer, die sich für Gladbach entscheiden, nicht fest damit rechneten. Eberl hat in den kommenden Wochen einiges zu tun in Sachen Verhandlungen: Bei Matthias Ginter und Denis Zakaria laufen 2022 die Verträge aus, Florian Neuhaus und Marcus Thuram haben dem Vernehmen nach Ausstiegsklauseln, Lazaro ist von Inter Mailand nur ausgeliehen, und für Pléa und Jonas Hofmann soll es Interessenten geben.

Ein Handspiel von Christian Gebauer beschert Gladbach einen Elfmeter

Mit einem Auge linst gewiss der künftige Trainer Adi Hütter (Eintracht Frankfurt) gen Niederrhein. Im Spiel gegen Bielefeld hätte er mit ansehen können, wie Breel Embolo Gladbach früh mit 1:0 in Führung brachte (6. Minute). Es war für Bielefeld das erste Gegentor nach 5:10 Stunden Fußball. Die Stabilisierung der Defensive war zuvor eine der positiven Veränderungen bei der Arminia unter Kramer gewesen.

Als Thuram in der 15. Minute bereits das 2:0 für Gladbach schoss, ahnten die Bielefelder aber, dass dies kein Tag für die Vereinshistorie werden sollte. Kein Wunder, es ist 50 Jahre her, dass die Arminia ein Bundesliga-Spiel in Mönchengladbach gewonnen hat. Ein Handspiel von Christian Gebauer ermöglichte Rami Bensebaini in der 18. Minute das 3:0 per Elfmeter. Elf Führungen haben die Gladbacher in dieser Saison verspielt. Überraschung: diesmal nicht. Embolo (69.) und Pléa (84.) stellten gegen überforderte Arminen den 5:0-Endstand her.

© SZ/ska
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