Arminia Bielefeld - TSG Hoffenheim:Nur die Analyse gelingt

Arminia Bielefeld - TSG 1899 Hoffenheim

Enttäuschung auf der Alm: Gegen Hoffenheim hat Bielefeld viel investiert, der Ertrag blieb aus.

(Foto: Friso Gentsch/dpa)

Die Bielefelder vergeben beim 0:0 gegen Hoffenheim so viele Chancen, dass sie ein neues Wort dafür finden. Immerhin bleibt die befürchtete Strafe dafür aus.

Von Ulrich Hartmann

Der "Sitzer" ist in Ostwestfalen unbekannt, dabei machen sie dort gerade schmerzliche Erfahrungen mit ihm. Arminia Bielefelds Stürmer Patrick Wimmer aus Tulln in Niederösterreich hat sich am späten Samstagnachmittag im Interview bei Sky über die vielen ausgelassenen "Sitzer" aufgeregt, über diese "hundertprozentigen Chancen", die eigentlich hätten sitzen müssen. Sie saßen aber mal wieder alle nicht.

Das Nullzunull gegen die TSG Hoffenheim war für Bielefeld das vierte Unentschieden im fünften Saisonspiel, unter dem Trainer Frank Kramer seit März das neunte im 17. Ligaspiel und die achte Partie ohne eigenen Treffer. Mit nur 5,5 Prozent verwandelter Torschüsse war die Arminia schon in der vergangenen Runde in dieser Statistik die schlechteste Bundesliga-Mannschaft, und jetzt ist sie schon wieder auf dem besten Weg dahin.

"Das war jetzt schon das dritte Spiel nacheinander mit vielen Chancen und schwachem Ertrag", klagte der Torwart Stefan Ortega, "und dieser schwache Ertrag nervt gerade." Die in der Pause formulierte Befürchtung des Sportdirektors Samir Arabi, "dass Naivität in der Bundesliga gnadenlos bestraft wird", erfüllte sich gegen harmlose Hoffenheimer anders als in der Vorwoche in Mönchengladbach nicht. Allerdings hatte Arabi auch die Sehnsucht formuliert, "dass wird uns ruhig mal ein bisschen mehr belohnen könnten".

Hoffenheim ist seit vier Ligaspielen sieglos

Trotz fünf neuer Spieler in der Startelf - eine Woche nach dem 0:2 gegen Mainz, das den Trainer Sebastian Hoeneß "stocksauer" zurückgelassen hatte - zeigte sich Hoffenheim anfangs erneut anfällig. Die Bielefelder Wimmer (2. Minute), Robin Hack (9.) und Fabian Klos (13.) erhielten exzellente Möglichkeiten. Drei echte Sitzer eben: Wimmer trat vor dem leeren Tor über den Ball, Hack traf nur den Pfosten, Klos scheiterte aus kurzer Distanz am Torwart Oliver Baumann.

Auf der anderen Seite rettete Ortega gegen einen Kopfball von Andrej Kramaric (57.) und entschärfte damit die beste Chance der Gäste. Nur einmal flackerte nochmal so etwas wie Torgefahr auf, doch der Fernschuss von Alessandro Schöpf strich kurz vor Schluss knapp am Tor vorbei.

Und so blieb es für beide bei der unbefriedigenden Bilanz: Hoffenheim ist seit vier Ligaspielen sieglos, hat nur die Auftaktpartie in Augsburg mit 4:0 gewonnen. Bielefeld hat zwar nur einmal verloren (1:3 in Mönchengladbach), ist allerdings angesichts der vier Unentschieden noch ohne Sieg. "Es macht aber trotzdem immer noch Spaß in der Bundesliga zu spielen", zeigte sich der Torwart Ortega emotional achtsam. Das torlose Remis fand er angesichts der besseren Chancen für Bielefeld "unverdient" - denn: "Wir hatten die wirklich klareren Chancen."

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