Fußball und Corona:Söder verkündet Geisterspiele für Bayern

Fußball

Leere Ränge in Augsburg: An allen bayerischen Fußballstandorten sollen Zuschauer künftig wieder draußen bleiben.

(Foto: Tobias Hase/dpa)

Sollten sich Bund und Länder nicht einigen, will der Ministerpräsident zumindest für den Freistaat Bayern handeln. Damit wird unter anderem in München, Augsburg und Nürnberg vor leeren Rängen gespielt.

Fußball-Rekordmeister Bayer München wird zukünftig in jedem Fall wieder vor leeren Rängen spielen müssen. Das verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der Geisterspiele in allen deutschen Fußballstadien fordert, schon vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am Dienstag.

"Es macht auf absehbare Zeit keinen Sinn, wieder Zuschauer zuzulassen", sagte Söder im BR: "Es ist eine wichtige Forderung, dass wir heute bundeseinheitlich beschließen, dass wir künftig keine Zuschauer mehr zulassen. Wenn das auf Bundesebene nicht funktioniert, würden wir das für Bayern allein machen."

Auf Twitter begründete Söder den Schritt: "Die hohe Mobilität bei der An- und Abreise ist aktuell nicht verantwortbar. Der Fußball hat eine große Vorbildfunktion. Wir müssen jetzt überall Kontakte reduzieren."

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD) beraten ab Mittag mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder über die Corona-Lage. Die Rufe nach einer Verschärfung der Schutzmaßnahmen und Beschränkungen waren in den vergangenen Tagen nochmals lauter geworden. Grund sind die hohen Infektionszahlen und die Verbreitung der neuen Omikron-Variante.

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