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Bundesliga:Bayern lässt Kaufoption für Coutinho verstreichen

Derzeit verletzt: Philippe Coutinho

(Foto: AFP)

FCB-Boss Rummenigge lässt in einem Interview offen, ob der Klub den Offensivspieler für eine geringere Summe verpflichten will. Beim BVB kehrt Emre Can zurück. HSV-Legende Uwe Seeler muss ins Krankenhaus.

Bundesliga, FC Bayern:

Der FC Bayern München hat die Option zum Kauf des ausgeliehenen Offensivspielers Philippe Coutinho vom FC Barcelona für eine festgeschriebene Ablöse von mehr als 100 Millionen Euro nicht genutzt. Ob der deutsche Fußball-Rekordmeister den 27-Jährigen für eine geringere Summe verpflichten will, ließ Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge offen. "Die Kaufoption ist abgelaufen, und wir haben sie nicht gezogen", sagte Rummenigge dem "Spiegel". "Jetzt müssen wir erst einmal intern die Kaderplanung abschließen und sehen, ob er weiter eine Rolle bei uns spielen soll oder nicht." Die Bayern hatten Coutinho im vergangenen Sommer von den Katalanen für die laufende Saison ausgeliehen. Bislang gelangen dem früheren Star des FC Liverpool in 22 Ligaspielen acht Tore. Vor einem Monat wurde der Brasilianer am rechten Sprunggelenk operiert. Er befindet sich aktuell im individuellen Aufbautraining. Die Münchner konnten den Brasilianer für mehr als 100 Millionen Euro fest verpflichten. Spätestens die Corona-Krise hatte dies allerdings bereits noch unwahrscheinlicher werden lassen.

2. Liga, Aue: Der 1. FC Heidenheim mischt im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga weiter munter mit, im Tabellenkeller verpasst der 1. FC Nürnberg einen Befreiungsschlag. Während die Heidenheimer durch das 1:0 (0:0) gegen den SV Wehen Wiesbaden die Topfavoriten VfB Stuttgart und Hamburger SV unter Druck setzten, mussten sich die abstiegsbedrohten Franken parallel mit einem 1:1 (0:0) gegen Erzgebirge Aue begnügen. Der eingewechselte Tobias Mohr sorgte in der 70. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß aus knapp 20 Metern für den Siegtreffer der Heidenheimer. Zum Auftakt des 27. Spieltags liegt der FCH weiter auf Rang vier, nur noch ein Zähler trennt das Team von Trainer Frank Schmidt (44 Punkte) nun vom HSV und dem VfB (beide 45) auf den Plätzen zwei und drei. In Nürnberg gingen die Gäste, die bei ihrer Bus-Anreise bei einem schweren Autounfall nur mit Glück einer Katastrophe entgangen waren, dank Dimitri Nasarow (51.) in Führung. Ein kurioses Eigentor von Sören Gonther (63.) rettete den Gastgebern immerhin einen Zähler. Aue rückte zunächst Rang fünf vor, verpasste es aber, Druck auf die Spitzenteams auszuüben. Nürnberg (30) verbesserte sich zunächst auf den 14. Platz - steht aber nur zwei Punkte vor den auf dem Relegationsplatz liegenden Wiesbadenern. Der Aufsteiger könnte im Laufe des Wochenendes noch auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen. Der Unfall auf der Hinfahrt der Auer hatte sich auf der A72 bei Hartenstein ereignet, als der Teambus von Trümmerteilen eines verunglückten PKW getroffen wurde. Laut der Neuen Presse wurden die beiden Insassen des Autos leicht verletzt, die Mannschaft war mit dem Schrecken davon gekommen.

Bundesliga, BVB: Borussia Dortmund muss beim VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) weiter auf Kapitän Marco Reus und Mittelfeld-Stratege Axel Witsel verzichten. Dafür kehrt der beim 4:0 gegen den FC Schalke 04 ebenfalls fehlende Nationalspieler Emre Can wohl zurück. "Er kann noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Wir hoffen, dass er schnell zurückkommt", sagte Trainer Lucien Favre über den seit Anfang Februar mit einer Muskelverletzung fehlenden Reus. "Witsel wird auch nicht da sein", ergänzte der Schweizer: "Aber Emre Can und Gio Reyna können voll trainieren. Sie werden da sein." Der 17 Jahre alte Reyna hätte gegen Schalke sein Startelf-Debüt geben sollen, verletzte sich aber beim Warmmachen.

HSV, Uwe Seeler: Fußball-Idol Uwe Seeler ist nach einem Sturz in seinem Haus bei Hamburg in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die 83 Jahre alte Legende des Hamburger SV brach sich bei dem Unfall die Hüfte und sollte noch am Freitag operiert werden, wie mehrere Medien berichteten. Der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft hatte in der Vergangenheit immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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