Bundesliga:Bayern kann mit Hernandez und Pavard planen

Club World Cup - Final - Bayern Munich v Tigres UANL

Bayerns Franzosen Hernandez und Pavard sind gegen RB wieder dabei.

(Foto: REUTERS)

Gegen Leipzig sind zwei Franzosen nach Verletzungen wieder dabei, zwei weitere fallen aus - Coach Nagelsmann wehrt sich gegen die Bezeichnung "Lügenbaron". Bei 1860 gibt es gute Nachrichten um den Trainer.

Meldungen im Überblick

FC Bayern, Bundesliga: Julian Nagelsmann stellt sich auf Unmutsäußerungen gegen seine Person bei der ersten Rückkehr nach Leipzig ein. Sie würden ihn aber nicht von seinem Job ablenken, den er im Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) gegen seinen Ex-Klub RB gewohnt erfolgreich ausüben wolle. Trotz der erwarteten Pfiffe gehe er "voller Vorfreude in das Spiel", sagte er am Freitag: "Ich zittere jetzt nicht. So schlimm ist es nicht, wenn da ein paar Leute pfeifen. Da müssten alle 34 000 pfeifen, dann ist das halt so." Nagelsmann wehrte sich vor der Rückkehr nach Sachsen aber dagegen, als "Lügenbaron" bezeichnet zu werden, weil er angekündigt hatte, keine Spieler im Schlepptau mit nach München nehmen zu wollen. Der Transfer von Abwehrchef Upamecano habe schon vorher festgestanden. Und Seine Co-Trainer kamen auch schon mit ihm nach Leipzig. Vor zwei Wochen wechselte dann auch noch RB-Kapitän Marcel Sabitzer nach München.

Nagelsmann bemerkte zur damaligen Pressekonferenz-Aussage: "Wenn du da sitzt und sagst, ich will auf jeden Fall sechs Spieler und auch sieben Staff-Mitglieder mitnehmen, da weiß ich nicht, ob jeder Fan dann sagt, das ist besser. Würde der Fan morgen klatschen? Ich glaube nicht." Seine "Performance" an der Seitenlinie würden die Emotionen von den Rängen sicher nicht beeinflussen. "Ich werde deswegen nicht ein schlechterer Trainer für das Spiel. Es wirft mich nicht aus dem Leben." Grundsätzlich findet Nagelsmann "Hass" im Fußballstadion oder eine gewisse Wortwahl bei Unmutsäußerungen fragwürdig. Nagelsmann kann für das Topspiel wieder nach Verletzungen mit den zwei Weltmeistern Lucas Hernández und Benjamin Pavard planen. Auch die zuletzt angeschlagenen Thomas Müller und Alphonso Davies stehen wieder zur Verfügung. Corentin Tolisso und Kingsley Coman fallen aus.

1860, Trainer: Nach einem Corona-Fall beim TSV 1860 München darf Cheftrainer Michael Köllner am kommenden Spieltag nun doch "unter strengsten Hygienevorgaben" am Spielfeldrand stehen. Dies teilte der Fußball-Drittligist vor dem Auswärtsspiel beim Halleschen FC an diesem Sonntag mit. Nachdem "Löwen"-Spieler Kevin Goden positiv auf das Coronavirus getestet worden war, hatte die zuständige Behörde entschieden, dass sich alle nicht vollständig geimpften Mitglieder aus Stab und Mannschaft in Quarantäne begeben müssen. Dazu gehörte nach ersten Informationen auch Köllner.

Fifa, WM: Sportdirektor Max Eberl hat die Pläne der FIFA für eine Fußball-WM alle zwei Jahre deutlich kritisiert. "Ich finde die Idee völlig daneben. Ich finde es kompletten Schwachsinn, in so einer Zeit über solche Themen zu diskutieren", sagte der Macher von Borussia Mönchengladbach am Freitag. Der Fußball müsse vielmehr aufpassen, nicht zu "inflationär" zu werden. "Der Fußball ist heute schon sehr präsent. Mehr Präsenz führt nicht zu mehr Interesse, sondern eher zu Desinteresse", sagte Eberl. Gladbach-Trainer Adi Hütter wies zudem darauf hin, dass noch mehr Einsätze für die Spieler "von der Belastung her fast nicht mehr machbar" seien. Es gehe immer auch um die Gesundheit der Profis.

Tennis, US Open: Bei den US Open stehen sensationell zwei Teenager im Tennis-Finale um den letzten Grand-Slam-Titel des Jahres. Nach der 19 Jahre alten Kanadierin Leylah Fernandez gewann auch die 18-jährige Britin Emma Raducanu am Donnerstagabend ihr Halbfinale. Raducanu ist die erste Qualifikantin der US-Open-Geschichte, die es ins Finale des Hartplatzklassikers geschafft hat. Zwei Teenager im Endspiel gab es zuvor sieben Mal, zuletzt 1999 beim Duell zwischen Serena Williams und Martina Hingis.

Fernandez, die sich in den Runden zuvor unter anderen gegen Angelique Kerber und Naomi Osaka durchgesetzt hatte, bezwang im Halbfinale die Weltranglistenzweite Aryna Sabalenka aus Belarus 7:6 (7:3), 4:6, 6:4. Raducanu gewann danach ihr Duell mit der an Nummer 17 gesetzten Griechin Maria Sakkari 6:1, 6:4. Das Finale ist am Samstag (22.00 Uhr MESZ). "Das sind Jahre, Jahre, Jahre harter Arbeit und Tränen und Blut und allem. Ich wollte wirklich ins Finale kommen", sagte Fernandez. "Ich bin froh, dass ich im Finale bin."

Leichtathletik, Diamond League: Speerwerfer Johannes Vetter hat nach der Olympia-Pleite von Tokio beim Diamond-League-Finale in Zürich auch ohne 90-Meter-Wurf mit einem Sieg geglänzt. Mit 89,11 Metern gewann der 28 Jahre alte WM-Dritte aus Offenburg. Er sicherte sich nicht nur die Siegprämie von 30 000 Dollar, sondern auch den Startplatz für die WM im Juli 2022 in Eugene/USA. Der Mainzer Julian Weber machte mit einer Saisonbestweite von 87,03 Metern den deutschen Doppelerfolg am Donnerstag perfekt. Nach dem Desaster von Tokio, wo Vetter als Weltbester hingeflogen und als Neunter nach Hause zurückgekehrt war, gewann er nun bereits bei vier Meetings, konnte aber die 90-Meter-Marke jeweils nicht knacken.

Europameisterin Christin Hussong rehabilitierte sich für ihren denkbar schlechten Olympia-Auftritt in Tokio, wo sie wie Vetter nur Neunte geworden war. Mit 65,26 Metern gewann die 27-Jährige aus Zweibrücken vor der Olympia-Dritten Kelsey-Lee Barber (Australien/62,68). Hindernis-Europameisterin Gesa Krause konnte dagegen im Letzigrund-Stadion nicht mit den afrikanischen Läuferinnen mithalten und wurde lediglich Neunte. Die 29-jährige Olympia-Fünfte vom Verein Silvesterlauf Trier kam in 9:32,69 Minuten ins Ziel. "Ich war lange dran. Dann war jedes Hindernis Arbeit für mich", kommentierte Krause ihr Rennen. Den Sieg sicherte sich Norah Jeruto aus Kenia in 9:07,33 Minuten.

Fußball, Südamerika: Der argentinische Stürmer Lionel Messi hat die brasilianische Fußballlegende Pelé als südamerikanischen Rekordtorschützen überholt. Beim WM-Qualifikationsspiel gegen Bolivien in Buenos Aires traf Messi am Donnerstag dreimal und erzielte damit 79 Tore im Trikot der Albiceleste. Im Ergebnis zog der PSG-Profi bei den Länderspieltoren an Pelé vorbei, der 77 Treffer für Brasiliens Auswahl erzielte. Auch den Rekord der meisten Tore für denselben Verein hatte Messi bei seinem langjährigen Club FC Barcelona der brasilianischen Legende (643 Tore für den FC Santos) schon im Dezember 2020 weggeschnappt. Der torgefährlichste Nationalspieler der Geschichte ist Cristiano Ronaldo mit 111 Toren im Trikot der portugiesischen Nationalmannschaft. Auf ihn folgen der einstige iranische Bundesligaprofi Ali Daei und der Malaysier Mokhtar Dahari.

© SZ/sid/dpa/ebc/bek
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