BundesligaAls bei Werder die Lichter ausgingen

In Bremen fällt zur Saisoneröffnung 2004 der Strom aus, Rostock tritt 1991 mit einem Sieg der Bundesliga bei, Rehhagel kehrt 1997 triumphal nach München zurück. Fünf Geschichten vom ersten Spieltag.

1991/92: Hansa Rostock gegen 1. FC Nürnberg - 4:0

Am 3. August 1991 treten mit Dynamo Dresden und Hansa Rostock erstmals zwei ostdeutsche Fußballvereine in der Bundesliga an, die deshalb auf 20 Vereine aufgestockt wird. Während Dynamo zu Hause mit 0:1 gegen Kaiserslautern verliert, fegt Rostock den 1. FC Nürnberg vor 13 000 Zuschauern mit 4:0 aus dem Ostseestadion. Die Tore schießen zwei Mal Weichert, Sedlacek und Spieß.

Was danach geschieht, ähnelt dem politischen Wiedervereinigungsprozess: Auf eine Phase der Euphorie mit einem Auswärtssieg bei den Bayern am zweiten Spieltag, einem 5:1 gegen Dortmund und Tabellenplatz eins am siebten Spieltag folgt die große Ernüchterung. In der Rückrunde wird die Mannschaft von Trainer Uwe Reinders bis auf den drittletzten Platz durchgereicht. Auch der zweite "Wessi"-Trainer, Erich Rutemöller, vermag Hansa an den letzten Spieltagen nicht mehr vor dem Abstieg zu retten.

Bild: imago/WEREK 26. August 2016, 17:352016-08-26 17:35:21 © SZ.de/schma/olkl