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Bundesliga:4:4 - Hoffenheim belohnt wilde Aufholjagd

Mark Uth (r.) ist mit zwei Treffern entscheidend an der Aufholjagd von Hoffenheim beteiligt.

(Foto: AFP)
  • Mainz 05 spielt in einer wilden Partie 4:4 (4:1) gegen 1899 Hoffenheim.
  • Die Mainzer führen phasenweise mit drei Toren, doch nach einer roten Karte verliert die Mannschaft von Martin Schmidt ihr Konzept.
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Doppel-Torschütze Pablo de Blasis (3. Minute/23.), Jhon Cordoba (27.) und Zugang Levin Öztunali (43.) hatten mit Treffern für die Gastgeber für den scheinbar schon sicheren Sieg gesorgt, erstmals in ihrer Geschichte in der Fußball-Bundesliga erzielten die Rheinhessen vier Tore vor der Pause. Doch nach der roten Karte für Abwehrspieler Gaetan Bussmann (57.) wegen einer Notbremse kippte die Partie.

Sandro Wagner (39.) sowie die Joker Mark Uth (71./73.) und der Ex-Mainzer Adam Szalai (84.) retteten den Hoffenheimern vor 27 408 Zuschauern das Remis. Die Kraichgauer sind nun 13., einen Platz vor Mainz, das vor dem ersten Gruppenspiel der Europa League gegen Saint-Étienne am Donnerstag eine Enttäuschung verarbeiten muss.

Nach der Auftaktniederlage in Dortmund hatte FSV-Trainer Martin Schmidt seine Schützlinge ermahnt, sich gegen Hoffenheim nicht für den Europapokal-Start zu schonen. "Die Liga ist für uns das Nonplusultra", sagte Schmidt. Und sein auf vier Positionen verändertes Team erhörte den Coach zunächst. De Blasis sorgte mit seinem Kopfballtor für einen Blitzstart. Auch danach ging die Taktik der Mainzer voll auf, zumal die Hoffenheimer Defensive um Torwart Oliver Baumann, offenbar teilweise auch von der tiefstehenden Sonne geblendet, einen schwachen Tag erwischt hatte.

Baumann sieht unglücklich aus

Der FSV machte die Räume eng, attackierte die Gäste erst an der Mittellinie, schaltete nach Ballgewinn aber rasant um. Und schon bald nach dem Führungstreffer feierte wieder de Blasis, nachdem sein Direktschuss zum 2:0 eingeschlagen war. Kurz darauf blieb 1899-Innenverteidiger Fabian Schär im Zweikampf mit Cordoba zu passiv, der Schuss des FSV-Torjägers glitt Baumann durch die Finger - 3:0. Gäste-Trainer Julian Nagelsmann brachte Stürmer Uth für den schwachen Schär (36.), Wagners Tor per Flachschuss nährte kurz die Hoffnung auf eine Aufholjagd, aber Öztunali stellte wenig später mit seinem satten Schuss unter die Latte den alten Abstand wieder her. Erneut sah Baumann unglücklich aus.

Binnen 85 Sekunden brachte Uth in der zweiten Halbzeit die Gäste wieder heran. Zunächst traf der 25-Jährige per Kopf, dann mit einem feinen Fernschuss. Das Chaos in der dezimierten FSV-Defensive nutzte dann der eingewechselte Szalai, als er den Ball durch die Beine von Jonas Lössl zum 4:4 ins Netz spitzelte. Die Mainzer probierten danach noch mal alles, aber der Sieg war dahin.

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