Bremerhaven:Vorwürfe unter Nachbarn

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Adrian Breitlauch 7 Eisbaeren Bremerhaven ist fassungslos nach dem Abstieg in die 2 Liga waehren

Kann es nicht fassen: Adrian Breitlauch von Bremerhaven nach dem Abstieg in die 2. Liga.

(Foto: Hartmut Bösener/Imago)

Zwischen den Eisbären Bremerhaven und EWE Baskets Oldenburg ist nach dem Bremerhavener Abstieg ein heftiger Streit entbrannt.

Zwischen den norddeutschen Nachbarn Eisbären Bremerhaven und EWE Baskets Oldenburg ist nach dem Bremerhavener Abstieg aus der Basketball-Bundesliga (BBL) ein heftiger Streit entbrannt. Der geschäftsführende Eisbären-Gesellschafter Wolfgang Grube warf den Oldenburgern in der Nordsee-Zeitung "Unsportlichkeit" und "Wettbewerbsverzerrung" vor, weil der Tabellenzweite bei seiner 87:99-Niederlage gegen den Bremerhavener Konkurrenten Hakro Merlins Crailsheim unter anderem seinen besten Spieler Will Cummings geschont hatte. Die EWE Baskets wiesen die Vorwürfe am Montag als "bodenlos und unverschämt" zurück.

Die Eisbären sind in jeder Hinsicht der Verlierer der vergangenen Woche. Noch vor den beiden letzten Spieltagen am Freitag und Sonntag schienen sie so gut wie gerettet zu sein. Doch dann entzog ihnen die BBL am Donnerstag zunächst die Lizenz für die kommende Saison, ehe sie auch noch die Spiele bei Alba Berlin (104:107) und beim Mitteldeutschen BC (87:90) verloren. Gleichzeitig gewann der bisherige Tabellen-17. Crailsheim gegen Jena und Oldenburg und zog dadurch am letzten Spieltag noch an den Bremerhavenern vorbei.

Noch am Sonntagabend beklagten sich die Eisbären darüber, dass die Oldenburger am letzten Spieltag nicht in Bestbesetzung aufliefen, sondern anstelle Will Cummings unter anderem unerfahrene Profis wie den Trainersohn Robert Drijencic einsetzten. "Die Oldenburger lieferten eine blamable sowie wettbewerbsverzerrende Vorstellung ab und gaben somit ein klares Statement gegen den Nachbarn aus dem Norden ab", hieß es. Dagegen setzen sich die EWE Baskets zur Wehr: "Die Bremerhavener tun gut daran, den Finger nicht auf andere zu richten. Den Abstieg aus der BBL haben sie sich selber zuzuschreiben", sagte der geschäftsführende Gesellschafter Hermann Schüller. "Wer die Baskets kennt und unsere Philosophie, die auf Fairness und Respekt beruht, der weiß, dass wir niemals irgendein Spiel absichtlich verlieren würden." Er stellte klar: "Mitnichten haben wir - wie von den Eisbären unterstellt - auch nur ansatzweise ein Interesse daran gehabt, dass Bremerhaven absteigt." Jeder, der etwas von Profi-Sport versteht, wisse doch, wie wichtig Derbys für Fans und Klubs sind. Die Ausrichtung für das Spiel in Crailsheim sei klar gewesen, erklärte Schüller. Man wollte mit einem abschließenden Sieg in die Playoffs gehen. Im übrigen habe das Team davor drei Spiele binnen fünf Tagen bestritten, mit zwei langen Auswärtsfahrten, "dass dann im letzten Viertel gegen einen Gegner, der ums Überleben kämpfte, die Kraft gefehlt hat, will man uns vorwerfen? Das ist einfach absurd."

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